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Besuchsbericht Gasthof Lamm // Matrei a. B. vom 31.10.2017

Drei Generationen unter einem Dach

Der letzte Oktobertag zeichnete sich durch einen blauen Himmel und bunte Herbstfarben, soweit das Auge reichte, aus. Das schöne Wipptal war heute mein Ziel, im historischen Örtchen Matrei, im noch historischerem, denkmalgeschütztem Gasthof Lamm, um genau zu sein. Schon beim Eintreten durch die auf den schmalen Gehsteig angrenzende große Bogentüre (denkmalgeschützt), die laut Gesetz eigentlich nach außen zu öffnen sein müsste, erkennt man schon die Geschichtsträchtigkeit des alten Gasthauses. Nach der zweiten vollautomatischen Schiebetüre tritt man in ein Symposium aus Nostalgie, moderner Gegenwart und Neugierde in die Zukunft ein. Wenn man in den alten Stuben mit den warmen Öfen Platz nimmt, sehnt man sich irgendwie nach der Vergangenheit, realisiert wiederum, dass man in der Gegenwart lebt und verabscheut ein wenig die Zukunft.

Ich beobachte den Juniorchef, der schon fleißig bei den Umbauarbeiten mit plant. Bei ihm dominieren eher die Wörter „Aufbruchsstimmung“ und „Zukunftsvision“, seine Gedanken und Gefühle sind freudig auf das Kommende ausgerichtet. Aber zurück im Jetzt bestellte ich mir aus der anspruchsvollen Speisekarte, bei der eine Seite nur mit Wildgerichten bestückt war, ein klassisches Wildragout mit Kartoffelknödel.

Während der kurzen Wartezeit genoss ich den Rundumblick der alten Stube. Die hölzerne Wandtäfelung geht bis unter die schwere Holzdecke. An den breiten Fenstersimsen und den freien Stellen ist alles liebevoll mit vielen Herzen aus Holz und Stoff verschiedenster Art dekoriert. Hier erkennt man sofort die Handschrift der Chefin, die ein besonders gutes Händchen und Geschmack für ein gemütliches, liebevoll dekoriertes Ambiente hat. Die zwei großen alten Bilder im knarrigen Altholzrahmen und die Wärme des dunkelgrünen Kachelofens hoben das Gemüt um ein Vielfaches.

Inzwischen wurde das hervorragend schmeckende Wildragout serviert. Es waren nicht nur Kartoffelknödel, sondern auch ein kleiner Semmelknödel, Kroketten und ein Püree mit dabei auf dem großen Teller. Glacierte Kastanien, Sprossenkohl, Preiselbeeren und leckeres Rotkraut, das in einem Schälchen extra serviert wurde, waren auch noch exzellente Begleiter des zarten Fleisches. Noch nie habe ich etwas Negatives über die ausgezeichnete Küche des Herrn Henökl gehört, nur Gutes, auch heute lobten alle Gäste an den Nebentischen die feine Küche.

Martina, der Mittelpunkt des seit Jahrhunderten gewachsenen Traditionsgasthauses, welches im Dorfleben von Matrei nicht mehr wegzudenken ist, schafft es mit ihrem Herzblut und ihrer Leidenschaft drei Generationen unter einem Dach zu einen. Gratulation!

Matrei, am 31.Oktober 2017 Johann Pichler

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