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Ersbesuchsbericht // Alpengasthof Aschinger Alm, Ebbs vom 17.10.2012

Allgemeines

Vor ca. 2 Jahren hatte ich zum ersten Mal Kontakt mit der Familie Ritzer in ihrem Alpengasthof Aschinger Alm am Buchberg nächst Ebbs. Damals waren die Wirtsleute voll mit dem Aufbau des Betriebes beschäftigt, welchen sie 2009 übernommen und umgebaut hatten. Dann haben wir uns ein wenig aus den Augen verloren. Vor wenigen Monaten wurde ich von einem renommierten Gastronomen zu seinem 40. Geburtstag eingeladen, welchen er auf der Aschinger Alm feierte. Er erzählte mir, wie prächtig sich der Betrieb von Martina und Gerhard Ritzer entwickelt. Na, wenn er das sagt, dachte ich mir. Er ist schließlich ein ausgezeichneter Koch und Gastronom, er muss es wohl wissen. Aus zeitlichen Gründen konnte ich dieser Feier leider nicht beiwohnen, inzwischen erreichen mich jedoch immer wieder äußerst positive Nachrichten über die Wirtsleute und über ihre Aschinger Alm. Besonders freut es mich, wenn dieses Lob von einheimischen Gästen kommt, manchmal sogar von Mitbewerbern. Das will dann schon was heißen.

In einem persönlichen Telefongespräch mit Gerhard vor wenigen Wochen erzählte er mir von seinen diversen Projekten und meinte schlussendliche, dass er sich nun zum Beitritt zur Tiroler Wirtshauskultur bereit fühlt.

Service – Ambiente - Tirolnote

So machte ich mich an diesem herrlich sonnigen Herbsttag auf dem Weg, um den offiziellen Erstbesuch abzustatten und den Aufnahmebericht zu erstellen. Der Alpengasthof sowie die Almkäserei präsentierten sich von seiner allerbesten Seite. Das Erscheinungsbild ist beeindruckend, die allgemeine Sauberkeit und Ordnung sind ebenso vorbildlich. Für mich ist dies ein „Wohlfühlfaktor“ und stets von besonderer Bedeutung.

Bereits beim Zugang zur Terrasse bemerke ich einen wirklich attraktiv gestalteten Garten mit Kräutern, von einigen selbst ich noch nie etwas gehört habe. Nach einem kurzen Blick auf den Walchsee betrete ich die rustikal-heimeligen Stuben. An einem freien Tisch nehme ich Platz und harre der Ereignisse, welche auf mich zukommen.

Rasch werde ich von der freundlichen und umsichtigen Service-Mitarbeiterin, Frau Petra Stangl entdeckt und mit der Speisenkarte versorgt.




Kulinarik

Nach Studium derselben entscheide ich mich für die Rindssuppe mit Kaspressknödel. Nach einer angemessen kurzen Wartezeit bekomme ich in einer wirklich attraktiven Suppenschale (hätte ich hier so nicht erwartet) eine ausgezeichnete Rindssuppe. Die Farbe und der Geschmack sind vorzüglich, die Zubereitung vom Pressknödel verdient das Prädikat „sehr gut“. Frischer Schnittlauch perfektioniert diesen Tiroler Suppenklassiker.

Als Hauptgericht erbitte ich mir den Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln und Speckbohnenbündel. Nun, die Beiriedschnitte ist kurz gebraten, das Fleisch ist von bester Qualität. Dazu gibt es sowohl geschmorte wie auch knusprig gebackene Zwiebeln. Diese Kombination finde ich sehr gut, zumal der leicht gebundene Saft sehr wohlschmeckend ist und die allgemeine Zubereitung bestens ergänzt. Über die Herstellung der Bratkartoffeln haben wir uns dann noch ausgiebig unterhalten.

Obwohl ich nur sehr selten Süßspeiesen zu mir nehme erbitte ich mir von Petra, welche aus der Region stammt, ein Stück Marillenpalatschinke. Diese steht so nicht auf der Speisenkarte und ich bin gespannt, ob es ein Problem für die Küche darstellt. Inzwischen ist ja sehr gut zu tun und die Terrasse ist bestens besetzt.

Nun, es ist überhaupt kein Problem. Wiederum nach einer angemessenen Wartezeit bekomme ich ein Stück flaumige und offensichtlich frische, nach allen Regeln der Kochkunst zubereitete Palatschinke. Die Marillenmarmelade ist, so wie es sich gehört, vorgewärmt und perfekt „dossiert“. Die Garnitur sit wohlgemeint. Es gibt eine Apfelspalte, zwei Stück von der reifen Ananas und zwei Scheiben von der Kiwi. Wie gesagt, wohl gemeint aber unnötig. Diesen „Fruchtsalat“ könnte man(n) sich meiner Meinung getrost ersparten, stellen doch die Früchte keinerlei Bezug zu diesem Wiener Süßspeisenklassiker her.

Zusammenfassung und Empfehlung

Die Sauberkeit, die allgemeine Ordnung und Hygiene sind bei Frau Martina und Herrn Gerhard Ritzer vorbildlich. Sowohl die Stuben wie auch die WC Anlagen glänzen das es eine Freude ist und trotz des doch starkem Gästeaufkommens wird hier offensichtlich großer Wert auf die Sauberkeit gelegt.

Sowohl die Qualität aus der Küche wie auch die Service- und Dienstleistung-Qualität verdienen ein sehr gut.

Mit dem sympathischen Chef des Hauses, Herrn Gerhard Ritzer hatte ich noch ein langes und interessantes Gespräch. Er ist Bauer, Kaser, Wirt, Baumeister und Visionär in „Personalunion“. Er hat noch viele Pläne…. Bei seinem ehrlichen und unermüdlichen Bemühen wird im sicherlich noch einiges gelingen. – Siehe Aschinger Alm und Almkäserei.

Ebendort besuchen wir noch seine Gattin Martina, welche mit dem Verkauf vom ausgezeichneten Almkäse beschäftigt ist. Bei Martina handelt es sich um eine „Parade-Unternehmerin“. Hinter einem erfolgreichen Unternehmer steht ja bekanntlich in der Regel eine sehr tüchtige Frau. Ich bekam noch zwei Stück vom Almkäse zum Vorkosten. Auch hier zeigt sich erneut die Qualität aus dem Hause Ritzer. – BRAVO!

Daher empfehle ich dem Vorstand des Vereines der Tiroler Wirtshauskultur, den Alpengasthof Aschinger Alm als Ausflugswirtshaus in den Verein aufzunehmen.

Ernst Schmiedhuber

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