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Besuchsbericht Gasthaus Schwan // Wattens vom 02.12.2017

Lebendige Tiroler Liebe, Leidenschaft und Kreativität

Auf der Rückfahrt von Salzburg Richtung Innsbruck blieb ich im schönen Wattens stehen, bewunderte den charmanten Christkindlmarkt und die abertausenden Lichter, welche mit Hilfe der schönen Swarovski-Steine hier in Wattens natürlich viel schöner funkeln als anderswo.

Auch der Gasthof zum Schwan hat einen weihnachtlich geschmückten, riesigen, wunderschön beleuchteten Kastanienbaum im Garten. Aber um draußen zu sitzen war es mir zu kalt, so trat ich in die warme liebevoll weihnachtlich dekorierte Stube ein. Bei jedem Besuch ist der fleißige Günter und seine charmante Gattin Angelika anwesend, sie begrüßten mich herzlich mit einem freundlichen Lächeln. Es ist, als ob ich nach längerer Zeit wieder nach Hause kommen würde und es dauert auch nicht lange bis ordentlich aufgetischt wird.

Besonders hier ist wieder die Wichtigkeit eines familiären geführten Dorfgasthauses zu erkennen. Die Wirtsleute kennen fast jede/n ihrer Kundschaft persönlich und tragen somit unheimlich viel zur Gemeinschaft der Stadt Wattens, mit den großen umliegenden Firmen, bei. Hier werden in der öffentlichen Gaststube Verträge ausgehandelt, Geschäftspartner zusammengeführt, ja sogar Liebschaften geknüpft.
So ist der Gasthof zum Schwan wie alle Gasthäuser der Tiroler Wirtshauskultur in vielerlei Hinsicht ein prägendes Element des menschlichen Zusammenlebens. Das gemeinsame Essen und Trinken unter einem Dach sind Wesensmerkmale eines familiären Zusammenhalts. Jedes Fest, jede Feier jeder Hoangoscht wird im Gasthof öffentlich und erhält dadurch eine besondere Bedeutung im sozialen Gefüge jedes Gemeinwesens.

Aber nun zurück zur Momentaufnahme meines Besuchs bei den Eberls. Für mich ist das Erfolgsrezept das Zusammenspiel von Angelikas ehrlicher Gastfreundschaft, der grenzenlosen Kreativität in Günters Kochkunst, der großen Leidenschaft der beiden, der Lokalität, und auch der langjährigen Mitarbeiter, die ein großes Ganzes bilden. In dieses gemeinsame Ganze muss man einfach selbst eintauchen und es richtig genießen – was ich heute wieder tun durfte.

Ich liste die Gerichte einfach auf und Sie können mit Ihrer Vorstellung von Genuss mit Sicherheit alles nachvollziehen:

- Hausgemachte Zillertaler Krapfen (der Schwan-Klassiker schlechthin)
- Knuspriger Ziegenkäse mit roten Rüben und Kürbis (super Kombination)
- Hirschcarpaccio auf fermentiertem Rotkrautsalat mit schwarzem Trüffel (genial)
- Rohnennockerl auf Blattspinat und Apfelgelle (sehr interessant)
- Kastaniensuppe mit Selleriepüree, gebackenem Ei und Trüffel (sehr gute, mutige Kreation)
- Bisonsteak aus Oberösterreich (Günter wollte das Fleisch probieren, ob es schon genug abgelagert und zart ist, mussten aber feststellen, dass es noch ein wenig länger abhängen sollte, Geschmack und Sauce sensationell)
- Zu guter Letzt die berühmten Osttiroler ingsant‘n Nigelen mit Kastanieneis und eingelegten Waldfrüchten (ist mittlerweile auch schon ein Schwan-Klassiker der nicht mehr weg zu denken ist)

Nach dieser großartigen Kür durch die Küche und exzellenten Service möchte ich allen mitteilen, dass Günter einer der besten, kreativsten und begnadetsten Köche und Wirte in unserem Verein ist. Der Gasthof zum Schwan und die Leidenschaft der Wirtsleute ist eine tolle Bereicherung der Tiroler Wirtshauskultur. Alles Gute und viel Erfolg 2018.

Wattens, am 2.12.2017

Johann Pichler

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