Besuchsbericht Landgasthof Jagerwirt // Volders vom 06.09.2016

Tiroler Wirtshauskultur bleibt auch in Volders erhalten

Den „Jagerwirt“ im Ortskern von Volders kannte ich nur von der positiven Mundwerbung und von anderen Mitgliedern der Wirtshauskultur. Als „neuer“ Berater des Vereins tut man sich das erste Mal etwas schwer, aber Herr Knapp hat mich sofort sehr herzlich aufgenommen und sehr gut umsorgt.
Herr Johann Knapp gehört schon zu den älteren Wirtsleuten und spielt manchmal schon mit den Übergabegedanken. Meines Erachtens ist er einer der Erfahrensten im Verein und weiß an allen Fronten genau was Sache ist. Jedoch scheinen auch seine großen Visionen manchmal an der Bürokratie und den Auflagen der Behörden zu scheitern. All das macht es für die Wirte so anstrengend und nervenzerreibend, dass die Motivation schon fast verschwunden ist und man gar nicht mehr so richtig mag. Jede Investition in solche klein- oder mittelgroßstrukturierten, älteren Gastronomiebetriebe loht sich fast nicht mehr. Den Grund kann sich jeder selbst ausmalen, den da scheiden sich die Geister. Vom Wirtshaussterben hab ich ja schon des Öfteren geschrieben.

Dem Johann ist wichtig, wo die Lebensmittel herkommen, wie die Tiere aufgezogen und geschlachtet wurden. Er verarbeitet ja alles noch selbst, seine kleine Fleischerei in der er nur selber arbeitet und alles für die Küche herrichtet. Von Würsten und Geselchtem, ja sogar den Speck räuchert er selbst. Am Abend ist er im Service der Chef und betreut die Stamm- und Hausgäste mit viel Herzblut und „an guat’n Schmäh“.

Kulinarisches:
Ich erbat mir aus der gut bestückten, klassischen Tiroler Speisekarte ein Kalbsbeuscherl mit Semmelknödel. Das Beuscherl wurde in einer Porzellanschale serviert, für mich war die Portion zu groß, da ich abends sowieso nicht viel esse. Das Beuscherl war gut im Geschmack und auch der sehr flaumige Knödel war tadellos.
Johann zeigte mir nach dem Essen noch den imposanten Gewölbekeller und den neuen Weinkeller mit den vielen Whiskeys und Zigarren. Das ist sein großes Steckenpferd.

Fazit:
Wünsche dem Johann noch viel Kraft und Mut und vor allem viel Erfolg mit seinen Visionen und kann den Jagerwirt in Volders nur wärmstens weiter empfehlen.
Volders, am 06.9.2016
Johann Pichler

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