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Besuchsbericht Restaurant Löwenhaus // Innsbruck vom 28.01.2014

Am Telefon frage ich nach, ob denn am Abend Platz sei und ob ich reservieren müsse. Platz ist genügend vorhanden teilt mir der freundliche Herr am Telefon mit, aber er nimmt meine Reservierung gerne entgegen. Es ist früh am Abend als ich im Restaurant Löwenhaus eintreffe, noch sind wenige Gäste anwesend.

Rasch werde ich mit der ordentlich geschriebenen Speisenkarte versorgt. Nach Studium selbiger finde ich leider keinen Hinweis auf die Tiroler Wirtshauskultur, ich entscheide mich wie folgt:

Klare Rindssuppe mit hausgemachten Grießnockerl. Alsbald bekomme in einem großen Suppenteller eine klare Rindssuppe mit wenig Farbe und ebenso wenig Geschmack. Eines der beiden Nockerl ist „beschädigt“ und nicht mehr ganz vollständig. Dieser österreichische Suppenklassiker ist kein Glanzstück.

Als Hauptgericht erbitte ich mir von der freundlichen Service Mitarbeiterin den Klassischen Wiener Tafelspitz mit Crèmespinat, Röstkartoffeln, Apfelkren und Schnittlauchsauce. Auf einem wirklich hübschen, quadratischen Porzellanteller reicht mir Frau Christine Schuster (sie stammt aus Rosenheim) ein ausgezeichnetes gekochtes Rindfleisch. Die beiden Scheiben vom Fleisch sind zart, saftig und weich. Die Röstkartoffeln munden sehr gut, ebenso die Schnittlauchsauce und der Crèmespinat. Der Apfelkren entpuppt sich als ein fertiges (süßes) Apfelmus aus der Dose bzw. aus dem Glas mit einem fertig „gerissenen“ Kren aus dem Eimer (Steirerkraft?). Als Garnitur gibt es Strohkartoffeln, welche m.E. absolut nicht zum Rindfleischklassiker passen. Ebenso einige am Strunk frittierten Kirschtomaten. Die beiden zuletzt genannten Garnituren könnte der Koch getrost weglassen. Insgesamt kann dieses Hauptgericht dennoch mit sehr gut beurteilt werden.

Dies trifft auch auf die freundliche Frau Christine Schuster zu. Sie ist höflich, umsichtig und flink. Ihre männlichen Kollegen sollten noch ein wenig üben. Leere Teller vor dem Gast übersehen sie, mehrfach wird lautstark Besteck zu Boden geworfen, ihr Service-Ablauf erscheint mir ein wenig unkoordiniert.

Die Gästebefragungs-Karte habe ich studiert und Frau Schuster gefragt, ob den jemand von der Geschäftsführung anwesend sei. Sie verneint und so übergebe ich ihr das Qualitätssiegel der Tiroler Wirtshauskultur für das Jahr 2014. – Ein wenig Aufsicht der Belegschaft durch eine verantwortliche Person würde, so meine ich, dem Löwenhaus insgesamt gut tun.

Dienstag, 28. Jänner 2014

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