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Besuchsbericht // Gasthof Lamm, Matrei am Brenner vom 14.06.2013

In jener Stube, wo geraucht werden darf und sich hauptsächlich die einheimischen Gäste aufhalten nehme ich auf der „Empore“ Platz. Ich beobachte die vorwiegend männlichen Gäste und lausche ihren Diskussionen, Es wird politisiert, über das Wetter und die EU „diskutiert“ und man informiert sich gegenseitig, welche Bauern nun schon die Heuernte begonnen hat und welche noch nicht.

So soll es sein, in einem Tiroler Wirtshaus!

Rasch werde ich von der jungen, freundlichen und umsichtigen Mitarbeiterin, Frau Magdalena entdeckt und mit der hübsch gestalteten Speisenkarte versorgt. Magdalena kommt aus dem Ort, eigentlich von Pfons. „Sie macht eine Doppellehre bei uns, erzählt mir der Chef des Hauses, Herr Martin Henökl. Trotz der vielen Arbeit nimmt er sich Zeit auf einen kurzen „Hoagascht“.

Nach dem Studium des ansprechenden Angebotes entscheide ich mich für das Rindsgulasch mit Semmelknödel vom Nordtiroler Almochsen. Nun, der Gulaschsaft ist herrlich, man kann die feinen Zwiebelwürfel noch leicht erkennen. Der Geschmack und die Konsistenz sind ausgezeichnet. 5 saftig-zarte Stücke vom Fleisch befinden sich ebenso auf dem Teller wie ein großer, flaumiger und sehr geschmackvoller Semmelknödel. Des Weiteren gibt es noch zwei speckig-gelbe Salzkartoffeln, eine Fächergurke, eine Spalte vom gekochten Ei und von der Tomate sowie ein Sträußchen von der Blattpetersilie.

…. Und da sagte einst ein bekannter Touristiker, es gäbe in Tirol kaum ein gutes Gulasch. Im Gasthof Lamm der Familie Henökl ist dieses klassische, österreichische Rindfleischgericht eine optische Augenweide und ein geschmacklicher Hochgenuss. Besser kann man dieses Saucengericht sicher nicht zubereiten.

Den Chef des Hauses besuchte ich noch kurz in der Küche. Er war soeben dabei einen jungen Rehbock zu zerlegen, welchen die Tochter des Hauses erlegt hatte. Sie hat die Jagdprüfung mit Bravour bestanden, wozu ich auch hiermit gratuliere. Ich höre immer wieder sagen, dass diese Prüfung recht schwierig sei.

Dieses Tiroler Wirtshaus in Matrei am Brenner ist ein Vorzeigebetrieb innerhalb des Vereines. Sauberkeit, Ordnung, Hygiene, Tischkultur, die Gestaltung des Angebotes und vieles mehr sind vorbildlich. Dieses Haus kann ich jedermann nur wärmstens empfehlen.

Mein Tipp: lasst wo möglich immer eine Speisenkarte für Nachbestellungen am Tisch.


Freitag, 14. Juni 2013 Ernst Schmiedhuber

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