Besuchsbericht // Gasthof Lamm, Matrei am Brenner vom 12.02.2009

Allgemeines

Beinahe drei Jahre sind vergangen seit dem letzten Besuch durch den Wirtshausberater. Somit machte ich mich auf den Weg, der Familie Henökl meine Aufwartung zu machen. Vor wenigen Tagen sprach ich mit Kollegen der Tiroler Wirtshauskultur über den Gasthof Lamm und die Meinung war ausnahmslos sehr gut. Der Gasthof Lamm gilt als Vorzeigebetrieb in dieser Region.

Service – Ambiente - Tirolnote

Frau Henökl zeichnet für die Service Qualität verantwortlich. Ein freundlicher Gruß, die aufmerksame Betreuung und kompetente Beratung ist in diesem Hause selbstverständlich. Ebenso absolute Sauberkeit, Ordnung und Hygiene. Im Allgemeinen scheint die Chefin des Hauses über ein „innenarchitektonisches“ Talent zu verfügen. Ich kenne nur ganz wenige Wirtshäuser in Tirol, welche eine derart gelungene und stilvolle Dekoration haben. Jedes Detail ist stimmig, sowohl der Blumenschmuck als auch die Tischkultur. Ein Besuch der Toilette Anlagen bezeugte nicht nur Sauberkeit, sondern tadellose Hygiene. Die Luftqualität (der Raucher und Nichtraucher Bereich ist getrennt), die Temperatur wie auch die Beleuchtung sind ausgezeichnet. Das Wohlfühlambiente ist unübertroffen.

Kulinarik

Die Speisenkarte überzeugt durch das ausgewogene Angebot, die Gestaltung (weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund) als auch die Lesbarkeit. Das neue Layout, so erzählt mir der Wirt, ist bereits in Planung. Als Motiv-Hintergrund ist der legendäre Andreas Hofer vorgesehen, welcher in diesem Hause im Wipptal eingekehrte.
Ich erbat mir die Tafelspitzsuppe mit Fritatten. In einem schönen, weißen Porzellanteller bekam ich zarte, von Frischeiern gelbe, hausgemachte Frittaten, in einer emaillierten -Milchkanne eine ausgezeichnete Rindssuppe. Sowohl der Geschmack wie auch die Farbe waren vorzüglich. Etwas frischer Schnittlauch rundete diesen Österreichischen Suppenklassiker perfekt ab. Auf Empfehlung der Chefin wählte ich außerdem das Rindsgulasch. Auf einem attraktiven, rechteckigen, weißen Porzellanteller servierte mir Frau Henökl fünf Stück Rindfleisch in einem ausgezeichneten Gulaschsaft. Die beiden, kleinen Semmelknödel waren kompakt und dennoch flaumig. Auch eine Salzkartoffel als Beilage wurde gereicht. Als Garnitur gab es noch ein halbes Essiggurkerl, eine Spalte vom gekochten Ei und der Tomate sowie ein Sträußchen Blattpetersilie.

Die Küchenqualität von Herrn Martin Henökl kann mit sehr gut beurteilt werden. Die lobenden Worte von den Gästen am Nebentisch bestätigen diese Beurteilung.

Zusammenfassung und Anregungen

Mit dem Wirt hatte ich noch ein kurzes und freundliches Gespräch. Wir unterhielten uns über das „AMA – Herkunfts-Sicherungssystem im Allgemeinen, über die Tiroler Wirtshauskultur im Besonderen.
Was mir besonders gefallen hat: die allgegenwärtige Sauberkeit und Ordnung, die wunderschöne, stilvolle Dekoration, die vorbildhafte Tischkultur und Speisenkartengestaltung mit dem überschaubaren Angebot, das solide Preis/Leistungs-Verhältnis, der Brotteller mit zweierlei Gebäck, die Wasserkaraffe für jeden Gast, das angenehme Ambiente.
Verbesserungswürdig finde ich: die Radio-Nachrichten. Das wir auf eine Wirtschaftskrise zusteuern war mir hinlänglich bekannt. Aber das am heutigen Tage in Zirl ein Mann von einem Greifvogel angegriffen wurde, war mir neu. Eine angenehme, instrumentale Hintergrundmusik würde zum wunderschönen Ambiente besser passen.
Wenn möglich, bitte immer eine Speisenkarte am Tisch belassen.

Die Qualitätsmarken für die Jahre 2007, 2008 und 2009 überreichte ich dem Wirt direkt und gerne. Am AMA Herkunfts-Sicherungssystem wird teilgenommen. Eine große Tafel beim Eingang informiert die Gäste darüber.

Ernst Schmiedhuber
12. Februar 2009

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