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Besuchsbericht // Landgasthof Bogner, Absam vom 07.01.2009

Allgemeines

Bereits seit einiger Zeit gab es durch den Berater der Tiroler Wirtshauskultur keinerlei Betreuung der Familie Strasser in Ihrem Landgasthof Bogner. Obwohl ich im Herbst 2008 anlässlich einer Sitzung vor Ort war, war es doch höchst an der Zeit, meinen Antrittsbesuch abzustatten.

An diesem sehr kalten aber sonnigen Wintertag präsentierte sich der Landgasthof mit seiner herrlichen Bergkulisse im Hintergrund von seiner besten Seite. Die Fassade, der Eingangsbereich sowie die Hotelhalle waren sehr ordentlich arrangiert, absolut sauber und hübsch dekoriert. Die Toilette Anlage ist optisch sehr ansprechend, hygienisch in bestem Zustand sowie wohlriechend. Offensichtlich sorgen besonders fleißige Damen für tadellose Sauberkeit und Ordnung.

Service – Ambiente - Tirolnote

Dies gilt auch für den öffentlichen und den Service Bereich. Die Dekoration, die Tischkultur sowie die angenehme Musikbeschallung sorgen unverzüglich für Wohlbefinden. Zahlreiche nette, kleine Details sind mit viel Liebe für den Gast vorbereitet. Licht, Luftqualität, Raumtemperatur und Beschallung sind ebenso stimmig. Ganz besonders freut mich, dass die Wirtsleute den Landgasthof insgesamt zur Nichtraucherzone erklärt haben. BRAVO!!

Frau Carmen im Service überzeugte mich durch ihre Aufmerksamkeit, Freundlichkeit, Höflichkeit und Professionalität. Sowohl bei den einheimischen- als auch bei den Urlaubsgästen zeigte sie sich von einer sehr angenehmen Seite. – Das Service kann mit sehr gut beurteilt werden!

Kulinarik

Von der Tageskarte (mit Datum) bestellte ich die Kohlminestrone mit Parmesan. In einem überdimensionalen Suppenteller bekam ich eine heiße, wohlschmeckende leicht tomatierte Minestra. Der Tellerrand (die Fahne) war mit etwas geriebenem Parmesan dekoriert. Kleine Bauchspeckwürfel gaben der Suppe den besonderen Geschmack. Etwas lieblos hinzugefügt waren allerdings die grob und unregelmäßig gehackte Petersilie, sowie die verschieden großen Stücke Dosenpelatti inklusive Haut und Stilansatz. Dies ist durchaus noch verbesserungsfähig, insgesamt war die Suppe sowohl vom Geschmack wie auch von der Konsistenz sehr gut.

Das Hirschkalb – Faschierte mit Rahmwirsing und Kroketten wurde auf einem sehr hübschen, geschwungenen, weißen Porzellanteller angerichtet. Die beiden Fleischlaibchen waren zart und saftig zugleich, der Rahmwirsing ausgezeichnet. Die Kartoffelkroketten entpuppten sich als Kartoffelbällchen aus der Convenience – Abteilung, zum Gericht passend und fachgerecht zubereitet stört mich dies nicht. In einer kleinen, weißen Sauciere wurde ein Preiselbeer Kompott gereicht. Die Verlegenheits-Garnitur von zwei Orangenscheiben und einigen Blättern Radiccio wäre meines Erachtens entbehrlich. Bei einem insgesamt sehr guten Hauptgericht auf so schönem Porzellangeschirr sind derartige „Klimmzüge“ nicht nötig. Auch dieses Gericht wird dennoch mit einem „sehr gut“ beurteilt.

Zusammenfassung und Anregungen

Mit dem Wirt, Herrn Stefan Strasser, hatte ich noch ein angenehmes Gespräch. Auch mit der Wirtin durfte ich einige Worte wechseln. Besonders gefallen hat mir das „junge Leben“ im Landgasthof Bogner. Die beiden Kinder der Wirtsleute sind freundlich, sehr lieb und die kleine Tochter ließ es sich nicht nehmen, mir eine Speisenkarte zu überreichen. Mit dem Landgasthof Bogner verfügt die Tiroler Wirtshauskultur über einen ausgezeichneten Botschafter der echten und vor allem ehrlichen Wirtshaustradition. Die Gütesiegel für die Jahre 2006, 2007 und 2008 habe ich direkt überreicht. Das Gütesiegel für das Jahr 2009 lege ich diesem Besuchsbericht bei. Ich freue mich auf meinen nächsten Besuch bei Familie Strasser.

Ernst Schmiedhuber
07.01.2009

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