Besuchsbericht Gasthof Kirchenwirt // Kirchberg vom 23.06.2019

Ins Brixental ging meine Reise, genauer gesagt nach Kirchberg. Es ist eines der drei bezaubernden Orte in diesem schönen Tal, das eingebettet zwischen den Bergmassiven der Hohen Salve und dem Kitzbüheler Horn liegt. Das Brixental verbindet das Inntal in Westen mit dem Raum Kitzbühel im Osten. Am Kirchplatz angekommen, traf ich meine Freundin Magret, sie begleitete mich zum Abendessen. Interessant die Architektur dieses sehr gepflegten Tiroler Wirtshauses, es wurde dem Kirchberg angepasst. Dadurch entstanden Räume und die Gasstuben, die sich in Stufen ineinander verbinden. Diese sind sehr gemütlich mit wunderschönen hellen Holzvertäfelungen und edlen Stoffen gestaltet. Man fühlt sich gleich wohl. Liebevolle handgemachte Dekoration ziert schon den Eingangsbereich, es ist die Handschrift von Frau Gröderer und ihrer Tochter, sie haben eine besondere Gabe aus Naturmaterialien liebevoll und passend eine Augenweide daraus zu machen. Ein gemütliches Plätzchen in der großen Wirtshausstube ist für uns frei. Viele Gäste sind bereits beim Abendessen. Von der Tochter des Hauses wurden wir freundlich empfangen und bedient. Die Speisekarte konzentrierte sich auf das Wesentliche, sie enthält neben Tiroler Spezialitäten besondere Schmankerl von heimischen Wild, denn Jägersblut fließt in den Adern der Wirtsleute und das wurde auch an die Nachkommen weitergegeben, erfuhren wir später in einem netten Gespräch. Magret, meine Begleitung, bestellte den „HAUSGERÄUCHTERTEN HIRSCHSCHINKEN mit HONIGMELONE“. Fein angerichtet auf einer ovalen, weißen Platte, wurde der Hirschschinken serviert. Dazu gab es Vollkorntoast mit Butter – Magret war begeistert von dem Gericht.
Eine „GRIESSNOCKERLSUPPE“ entdeckte ich im Speiseangebot – mein Suppenfavorit. Zart und locker war das Nockerl in der kräftigen Rindssuppe mit einem Hauch von Liebstöckel. Das „CARPACCIO vom heimischen HIRSCH“ als Hauptspeise, auch dieses Gericht wurde fein dekoriert und mit Bergkäsespänen serviert, passend dazu die Blattsalatrose und die Steinpilzölmarinade – absolut empfehlenswert.
Frau Gröderer, die Wirtin des Hauses, gesellte sich zu uns und begrüßte uns äußerst herzlich. Die Männer des Hauses waren auf der Jagd. Auch die Tochter nahm sich Zeit und kam zum Tisch. Sie ist auch im Besitz der Jagdprüfung. Doch trotz Leidenschaft der Wirtsleute zur Jagd und Pflege des Wildes, bedarf es noch den Zukauf von Wildbret heimischer Jäger, denn viele Schmankerl werden direkt im Betrieb veredelt, wie die Hirschwurst, der Schinken, die Boxerl und vieles mehr. Einen Blick in die Küche durfte ich werfen, ein junger engagierter Koch hielt das Zepter dieses Abends. Frau Gröderer eignete sich auch noch eine besondere Leidenschaft für selbstgemachte Kreationen aus heimischen Früchten und Kräutern an. Wir erhielten Kostproben dieser feinen Köstlichkeiten, wie z.B.: den „LIEBSTÖCKLLIKÖR“ – einzigartig! Wir unterhielten uns auch über die Herausforderungen dieser Zeit, die hohen Auflagen und Anforderungen, es bedarf dadurch intensiven familiären Zusammenhalt. Ganz herzlich bedankte ich mich für die gute und nette Gastfreundschaft und überreichte mit großer Freude die schöne, neue Urkunde der Tiroler Wirtshauskultur mit dem Qualitätssiegel für das Jahr 2019. Wünsche weiterhin viel Gesundheit, Freude und Erfolg als Tiroler Wirtsleute. 23. Juni 2019
Maria Groder

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