Besuchsbericht Gasthaus Goldenes Dachl // Innsbruck vom 09.07.2019

Klassisches mittlerweile fast unverzichtbares Traditionsgasthaus in der wunderschönen Altstadt Innsbrucks Schon auf Grund seiner historischen Geschichte ist das Gasthaus Goldenes Dachl nicht aus der Innsbrucker Altstadtgastronomie wegzudenken. Das klassische Tiroler Wirtshaus ist hier natürlich auch ein magnetischer Anziehungspunkt für Touristen. Nachdem die Einheimischen gelernt haben auch mit größeren Massen Touristen im Einklang zu leben, stört das niemand mehr, schon gar nicht unseren Herrn Bischof Gletler, der Stammgast hier ist. Viele der einheimischen Stammgäste kommen hierher wegen der ausgezeichneten Küche des Herrn Vogelsberger und dem guten freundlichen Service, das hier schon fast Jahrzehnte ihre Arbeit mit Freude verrichten. Da sind wir auch schon bei der Küche des Altmeisters. Seine Speisekarte ist schon legendär. Alte Klassiker, die fast schon in der heimischen Küche ausgestorben sind, gibt es hier immer noch. Um ein paar Beispiele zu nennen: Fiakergulasch, Siedfleisch vom Schwein, original Beinfleisch oder Kuttlsuppe usw. Und die Lebensmittel kommen Großteils auch noch von heimischen Bauern in der Umgebung. Herr Vogelsberger lässt sich hier nicht lumpen und zeigte uns (Maria, Beraterin vom Unterland und mir) alles bis aufs kleinste Detail, eine Tour quasi durch die ganze Küche sowie die Lagerräume im Keller. In einer großen Kippbratpfanne kochten gerade die frischen Kutteln. Herr Vogelsberger stellte uns natürlich gleich seine Nachfolgerin vor, auf die er besonders stolz ist, denn sie will seinen klassischen Stil weiterverfolgen. Das wohl letzte Gespräch mit Herrn Vogelsberger verlief sehr entspannt, aus gutem Grund: er verbrachte gerade seine letzte Woche hinter dem Herd, bevor er sich in seine wohlverdiente Pension verabschieden wird. Mit großer Gelassenheit erzählte er uns Anekdoten aus seiner Gastronomiekarriere, die er schon über 30 Jahre allein hier im Goldenen Dachl verbrachte. Ein paar Zeilen muss ich auch übers Essen berichten. Ich erbat mir ein originales Beinfleisch vom heimischen Rind aus dem Stubai mit viel gerissenem Kren, Röstkartoffel und Gemüsestifterln. Maria bestellte sich die gebackenen Champignons mit Sauce Tartare. Das Beinfleisch war wie in alten Zeiten zubereitet. Schon die Dreiteilung beim Anrichten erinnern an meine eigene Lehrzeit. Im großen Teller war das saftige, zarte, perfekt gekochte Rindfleisch im eigenen Sud mit einem guten Fettanteil, so wie es sich eben gehört. In den anderen zwei Tellern waren die guten gerösteten Erdäpfel und die frischen, ebenfalls perfekt gegarten Gemüsestifterln. Einfach köstlich und ein Seltenheitswert im Vergleich zu den touristisch angelegten Restaurants in der Altstadt. Auch die frisch panierten Champignons waren eine Gaumenfreude und mundeten ausgezeichnet, teilte mir Maria mit. Dass Herr Vogelsbeger und sein Team kochen können, braucht er uns nicht mehr zu beweisen. Vielmehr möchten wir ihm beweisen, dass wir sehr dankbar sind für all seine Arbeit und sein Wissen, mit denen er unzählige Gäste und Mitarbeiter zufrieden und glücklich gemacht hat. Am Ende der Dienstjahre zählen nur das Gute und die Dankbarkeit für all das, was man geleistet hat. Im Namen der Tiroler Wirtshauskultur möchten auch wir uns recht herzlich für alles bedanken, was du für uns geleistet hast! Wir sehen uns noch einmal beim „Tag des Wildes“ am 5. Oktober 2019. Innsbruck am 09.07.2019 Johann Pichler

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