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Besuchsbericht Gasthof Schrofen Hütte // Jungholz vom 22.02.2018

Enklave mit eigenen Gesetzen
Es gibt viele Sprachen,
aber Tiroler Gastfreundlichkeit wird überall verstanden!

Man sollte unter der Woche nach Jungholz fahren, denn am Wochenende dauert es mitunter doppelt so lange. Das Nadelöhr Fernpass und anschließend die Fahrt durch das Tannheimertal nach Deutschland sind einer der meist frequentierten Strecken in Tirol.

Von Dezember bis April ist in Jungholz natürlich Skifahren angesagt. Die Schrofen-Hütte ist das einzige Restaurant im Schigebiet und somit ist es fast unmöglich einen Platz um die Mittagszeit zu bekommen, außer man teilt sich den Tisch mit etlichen Schifahrern. So ist während dieser Zeit aus Zeit- und Personalgründen nur ein Selbstbedienungs-Service möglich.
Das Essensangebot sowie die Qualität sind jedoch auf höchstem Niveau und schön angerichtet, als würde es serviert werden. Natürlich sind die kulinarischen Renner bei den Skitouristen, welche oft aus großen Gruppen und vielen Familien bestehen, Pommes Frites, Currywurst, Wiener Schnitzel sowie Kaiserschmarrn. Diesmal fiel meine Wahl auf ein Jägerschnitzerl mit hausgemachten Spätzle. Die Portionen sind für hungrige Skifahrer ausgerichtet, die zu Mittag keine Suppe oder Vorspeisen zu sich nehmen.

Inmitten all der Touristen genoss ich das zarte Naturschnitzel mit der cremigen g’schamckigen Pilzrahmsauce und den saftig weichen Spätzle. Am Buffet holte ich mir einige leckere frische Salate, dazu ein paar Würfel Schafskäse und Sonnenblumenkerne, das alles ebenfalls hervorragend mundete. Wie schon erwähnt ist es fast unmöglich einen Platz um die Mittagszeit zu ergattern, ab circa 14:00 Uhr ist es jedoch in den imposanten, liebevoll tirolerisch eingerichteten Stuben mit den großen eingeheizten Kachelofen wieder ruhig und angenehm erholsam. Ab nun kann man wieder das echte Tiroler Ambiente so richtig genießen.

Beim letzten Besuch hatten Peter und ich ausgemacht, einmal gemeinsam Ski zu fahren. Nun war es soweit. Bei eisiger Kälte, Nebel und Wind zogen wir unsere Spuren in den Schnee. Es ist ein nicht allzu großes Skigebiet, prädestiniert für Familien aber trotzdem ein wenig anspruchsvoll. Das anschließende Aufwärmen an der Bar bei heißem Tee, einigen Gläschen Tiroler Tschinn und einem leckeren warmen hausgemachten Apfelstrudel, war umso genüsslicher.

Ich habe der Familie Müller versprochen, sie im nächsten Jahr an einem schönen Abend im Sommer zu besuchen. Weil ich den für die Schrofen-Hütte so berühmten feurigen „Tirolerhut“ probieren möchte und das herrliche Ambiente der gemütlichen Holzstuben auch einmal ohne Schischuhlärm genießen möchte. Herr Müller zeigte mir zum Abschluss noch die Küche und wie mit Leidenschaft und Engagement die frischen, hochwertigen Lebensmittel verarbeitet werden.

Die Chefin Monika ist zuständig für das hervorragende Service und die Sauberkeit sowie für die liebevollen Details der Dekorationen in den Gaststuben, welche dieses unnachahmliche Ambiente ausmachen. Ich gratuliere der Familie Müller zu ihrem leidenschaftlichen und mit viel Herzblut geführtem Betrieb. Mit Stolz überreiche ich den sympathischen Wirtsleuten das Qualitätssiegel unseres Vereines der Tiroler Wirtshauskultur.

Jungholz, am 22.2.2018

Johann Pichler

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