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Besuchsbericht Hotel Gasthof Bräu // Zell a. Z. vom 06.04.2018

Heute mache ich einen Abstecher nach Zell am Ziller. Dort besuche ich die Familie Kolbitsch im Hotel-Gasthaus Bräu. Das Haus ist gepflegt und einladend. Es ist gerade zwölf Uhr, als ich ins Restaurant gehe. Dort angekommen, empfängt mich die nette und freundliche Serviererin vom letzten Mal. Ihr Name ist Elisabeth. Frau Elisabeth begleitet mich in eine kleine Gaststube zum Tisch. Sie bringt mir die Speisenkarte und fragt mich freundlich nach meinem Getränkewunsch.

Beim studieren der Karte fallen mir auch die Spargelgerichte auf. Die Entscheidung fällt schwer, da es viele Schmankerln zu finden gibt. Die Karte hat einige Tiroler Gerichte, eine eigene Rubrik mit Bierspezialitäten in Speisen verarbeitet und auf der letzten Seite einen stetig wechselnden „Sonntagsbraten“.
Ich entscheide mich heute für eine Spargelcremesuppe zur Vorspeise und zum Hauptgang ein Wildragout mit hausgemachten Kartoffelkrapfen und Preiselbeeren. Ich erbitte mir die Spätzle anstatt der Krapfen. So, nun kann ich mich wieder dem Haus widmen. Es freut mich immer wieder, die drei kleinen Stuben zu sehen. Sie sind noch im alten Stil erhalten. In meiner Stube befindet sich ein schöner alter Kachelofen und der Raum ist mit dem klassischen Wandtäfer und einer Sitzbank rundherum versehen. Das ist erhaltenswerte Tiroler Wirtshauskultur in 16. Generation.

Schon nach kurzer Wartezeit wird die Suppe serviert. Sie wird klassisch in der Silber-Tasse serviert und von der Bedienung in einen dekorativen Suppenteller gelehrt. Eine nette Geste um ein hochwertiges Gericht zu präsentieren. Optisch war diese sehr ansprechend. Eine sämige Rahmsuppe mit reichlich Spargel-Stückchen und Weißbrot-Croutons. Als kleines Highlight wurde die Suppe mit einem gebackenen Spargel-Krapfen gekrönt. Geschmacklich dezent gehalten, kam die Spargelnote gut zur Geltung. Die Spargeleinlage hatte noch etwas Biss. Auch der Krapfen war sehr gut. Das war ein guter Anfang.

Der Hauptgang wurde appetitlich auf einem ovalen Porzellan-Teller serviert. Optisch eine sehr mächtige Portion. Geschmacklich war dieses Gericht ausgezeichnet. Das Hirschragout hatte den typischen Wildgeschmack, das Fleisch butterweich und die Sauce kräftig. Die Spätzle waren ausgezeichnet. Man würde meinen, dass die Herstellung von Spätzle keine Herausforderung wären. Dann kann ich nur empfehlen, diese zu probieren. Diese waren flaumig, mit vielen Eiern hergestellt und in Butter geschwenkt. Besser kann man es nicht kochen und die apart gereichten Preiselbeeren rundeten das Gericht gut ab. Das hat wunderbar geschmeckt. Darum konnte ich nicht umhin, diese mächtige Portion bis auf die letzten Spätzle aufzuessen. Aber jede Kalorie war es wert.

Was mir bei meinem Besuch im Bräuwirt sehr gefällt, ist die stetige Präsenz von Herrn Kolbitsch. Jeder Gast wird von Ihm persönlich begrüßt. Heute habe ich auch das Vergnügen die Mutter von Herrn Kolbitsch kennen lernen zu dürfen. Die Begrüßung ist sehr herzlich. Wir sprechen über die allgemeine Stimmung im Verein der Tiroler Wirtshauskultur und auch über die Herausforderungen der Gastronomie.

Ich verabschiede mich von Frau Kolbitsch und Herrn Kolbitsch und übergebe auch das Qualitätssiegel von 2018 und bedanke mich über die überaus herzliche Gastfreundschaft. Ein tolles Haus mit langer Geschichte und Tradition, das ich nur bestens empfehlen kann.
Ein würdiger Vertreter der Tiroler Wirtshauskultur!

Freitag, 06. April 2018

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