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Besuchsbericht Der Hoferwirt // Neustift vom 11.02.2018

Kultur und Tradition, die sich nicht so schnell verändern werden

Seit meinem letzten Besuch hat sich beim Hoferwirt sehr viel getan. Bei der Familie Zittera gibt es kein Rasten oder geschweige denn ein Innehalten. Nein, es muss immer erweitert, verbessert oder sonst etwas erneuert werden. Diesmal war wohl der größte Brocken an der Reihe.
Das Herzstück jedes Betriebes ist wohl das Schlafzimmer – pardon – das Arbeitszimmer („die Küche“) des Chefs. Werner hat mir sofort mit vollem Stolz seine neue Küche gezeigt. Alles wurde sorgfältig geplant und genau auf die Bedürfnisse des bestmöglichen Betriebsablaufes abgestimmt.

Bei vielen Hotels und Gasthöfen, so auch hier beim Hoferwirt, ist die große Investition eher schon für die nächste Generation gedacht. Einerseits deshalb, damit man noch Freude und Motivation für die letzten Jahre vor der Übergabe hat. Andererseits geht es auch darum, den Nachfolgern den Start zu erleichtern, damit es auch bestimmt so weitergeht. Hierfür arbeitet die Familie Zittera unermüdlich und hat noch dazu mit teilweise übertriebener Bürokratie und Personalproblemen zu kämpfen.

Nichtsdestotrotz ist der Hoferwirt mit viel familiärer Zusammenarbeit und Leidenschaft, ein alteingesessenes, seit Jahrzehnten mit der Gesellschaft mitgewachsenes Dorfwirtshaus mit einigen klassischen gemütlichen Tiroler Zimmern und einer bodenständigen Küche.
Die Zitteras sind auch sehr um das Gemeinwesen der Dorfgesellschaft bedacht und beteiligen sich immer wieder bei deren Veranstaltungen, unter anderem veranstalten sie klassische Volksmusikabende mit und für Einheimische. In den urig erhaltenen Gaststuben mit den bemerkenswerten Wandtäfelungen und den knarrigen Holzböden bekommt alte Volte echte Tiroler Volksmusik gleich eine ganz andere Note.

Auch wegen anderen gesellschaftlichen Feiern, wie z.B. Taufen, Hochzeiten, Leichenschmaus und so weiter, erhält der Hoferwirt eine besondere Bedeutung im sozialen Gefüge des Gemeinwesens und ist ein wichtiges Element der Dorfkultur-Geschichte.









Nun zurück zum leiblichen Wohl. Der Werner hat mir persönlich eines seiner Lieblingsgerichte kredenzt. Eine mit Kräutern gefüllte und klassisch gebratene Bachforelle. Ich liebe diesen Klassiker, am besten ist sie immer noch total unverfälscht auf den Punkt genau gegart mit echten heimischen Salzkartoffeln, einem guten grünen Salat dazu, und Zitrone als Garnitur. Fertig ist der echte Gaumenschmeichler. Herz, was willst du mehr! Der sympathische Service sowie die saubere Tischkultur, liebevollen Dekorationen und das authentische Tiroler Ambiente runden den gemütlichen Abend ab.

Fazit:
Ich kann nur den Satz vom letzten Jahr wiederholen und es freut mich sehr, dass ich ihn sogar auf der Webseite schon gefunden habe. Auch ein Dankeschön für die netten Blogs auf dieser Seite. Habe der Angelika, die ständig in Bewegung ist um das ganze Lokal immer im Auge zu behalten, das Qualitätssiegel für 2018 mit Stolz überreicht und freue mich schon auf den Sommer in der Tschangelair Alm auf eine deftige Tiroler Marend.

Neustift, am 11.02.2018

Johann Pichler

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