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Besuchsbericht Vital Landhotel Pfleger // Anras vom 16.01.2018

Ein sonniger Wintertag neigt sich dem Ende zu, als ich zum Vital Landhotel Pfleger der Familie Mascher die Pustertaler Höhenstrasse hinauf fahre. Das Bergpanorama rings um Anras ist doch immer wieder beeindruckend. Hier kann der Gast die Seele baumeln lassen. Von außen macht das Haus wie bei jedem Besuch einen sauberen und gepflegten Eindruck. Das setzt sich im Inneren fort. Ein wohltuender Kräuter-Duft schwebt durch das ganze Haus. An der Rezeption treffe ich auch den Hausherren, Rudolf Mascher. Die Begrüßung ist herzlich und auch das anschließende kurze Gespräch verlief erfreulich. Im Moment ist es etwas ruhiger, das sogenannte Jänner-Loch hat auch hier Einzug gehalten. Diese Zeit nutzt die Familie, um wieder Energie für den nächsten Ansturm zu tanken.
Ich nehme im Bar-Bereich Platz, wo heute Abend Frau Mascher galant die Gäste betreut. Auch hier ist die Begrüßung sehr herzlich.

Nach dem Aperitif geleitet mich Herr Mascher in die Stube, reicht mir die Speisenkarte und fragt nach meinem Getränkewunsch. Die Karte ist auch wie letztes Mal mit einer Leselupe versehen. Gäste, die ihre Brille zu Hause vergessen haben, werden dieses Service schätzen.
Die Karte ist auch mit Osttiroler Köstlichkeiten aus der Region versehen. Mir gefällt, dass sie nicht überladen ist und für jeden Geschmack und Wünsche Rechnung getragen wird. In der Küche werkt der Sohn Thomas und zaubert die Köstlichkeiten auf die Teller. Dafür wurde Thomas vom Gault Millau mit einer Haube ausgezeichnet

Die Entscheidung fällt heute auf eine Sellerie-Birnen-Schaumsuppe zur Vorspeise und ein Duroc-Tomahawk-Steak (umgangssprachlich ein Kotelette, bei dem der Rippenknochen länger gelassen wird. Das Duroc-Schwein ist eine Edelrasse, das ursprünglich aus Amerika stammt). Vorab bekomme ich etwas Gebäck mit Butterperlen, Olivenöl und schwarzen Sesam. Die Suppe wird nach einer entsprechenden Wartezeit in einem modernen tiefen Teller serviert. Schön aufgeschäumt präsentiert sich die Suppe optisch sehr gut. Zwei Scheiben Dörrbirnen und ein kleiner Grießknödel rundet die Vorspeise ab. Geschmacklich setzt sich der Eindruck fort. Toll abgeschmeckt, harmoniert die leichte süße der Birne mit dem Grießknödel (mit etwas Vanille abgerundet)und dem Sellerie. Eine gelungene Vorspeise, die Lust auf Mehr macht.

Der Hauptgang lässt auch keine Wünsche offen. Ein großes Steak mit dem verlängerten Rippenknochen wird von Belugalinsen und der Orangen-Schoko-Sauce umrahmt. Die Purple-Haze (eine violette Ur-Karotte, daher dieser Name) bissfest gekocht. Das Duroc-Steak war auf dem Punkt gebraten. Noch leicht rosa und sehr saftig, mundete es sehr gut. In Verbindung mit den gut abgeschmeckten Linsen und der kräftigen Sauce, wurden alle Erwartungen erfüllt. Die Ur-Karotten rundeten das tolle Gericht ab.

An diesem Abend gönnte ich mir wieder einmal ein Dessert. In der Karte hatte ich einen Dessert-Klassiker gesehen, den es nicht mehr allzu oft in eine Speisenkarte verschlägt. Ein Bratapfel mit Preiselbeeren und Vanille haben es mir heute angetan. Dieser wird frisch zubereitet. Wiederum optisch sehr schön angerichtet, wurde der Bratapfel mit Preiselbeeren, einem Apfel-Ragout, einer Kugel hausgemachtes Preiselbeereis und ein Tupfer Sahne angerichtet. Geschmacklich harmonierten alle Zutaten vorzüglich.

Herr Rudolf Mascher gesellte sich nun zu mir. Wir sprachen über die laufende Wintersaison und die Herausforderungen der Gastronomie. Auch durfte ich mit Thomas Mascher ein paar Worte wechseln. Ein engagierter und mit viel Herzblut werkender junger Küchen-Chef. Im Gespräch erfuhr ich auch, dass Thomas Mascher im Februar bei der Aktion „Osttirol de Luxe“ in den Gourmet-Pavillons der Sonnenstadt mit anderen Osttiroler Spitzenköchen seinen Beitrag leisten wird. Da kann man der Familie Mascher nur gratulieren.

Wieder einmal hatte ich eine wunderbare Zeit im Landgasthof Pfleger und kann nur empfehlen, die Köstlichkeiten einmal selbst zu genießen. Ich bedankte mich für die Gastfreundschaft und wünschte der Familie Mascher weiterhin viel Erfolg. Gerne überreichte ich das Qualitätssiegel für 2018.


Dienstag, 16.Jänner 2018

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