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Besuchsbericht Alpengasthof Matreier Tauernhaus // Matrei i. O. vom 17.01.2018

Es ist später Nachmittag, als ich im tief verschneiten Alpengasthof Matreier Tauernhaus der Familie Brugger eintreffe. Der Weg zum Gasthof war nur durch die Begrenzungspfähle ersichtlich. Das macht doch gute Laune. Ein Haus mit mehr als 800-jähriger Geschichte, das 2012 saniert wurde. Mit schnellen Schritten gehe ich ins Haus. Ich begebe mich in die Stube mit dem treffenden Namen „Hoagaschtstubn“.

Die sehr freundliche Bedienung, wie ich später erfahre die Tochter der Familie Brugger, reicht mir die Speisenkarte. Beim Studieren der Karte fällt mir auf, dass sie recht übersichtlich gestaltet ist und in drei Sprachen erklärt wird (Deutsch, Englisch, Italienisch). Ich entscheide mich für eine Kaspressknödel-Suppe und als Hauptgang einen Kaiserschmarren. Dieser schmeckt hier besonders gut, darum bestelle ich den Mehlspeis-Klassiker immer im Tauernhaus. Nun habe ich Zeit, mich etwas umzusehen. Sehr viele Tourengeher sind hier und genießen die urige Atmosphäre. Man würde meinen, dass bei einem Schneesturm niemand hierher kommt. Doch weit gefehlt, das Haus ist augenscheinlich voll. Die gedeckten Tische sind alle mit Namenskärtchen versehen.

Nun wird die Suppe in einer Löwenmaultasse serviert. Der Pressknödel schwimmt in einer Gemüse-Bouillon. Der Pressknödel wird je nach Region unterschiedlich zubereitet. Einmal wird mit gekochten Kartoffeln, Graukäse und Knödelbrot gearbeitet, das andere Mal wird nur Knödelbrot und verschiedene Käsesorten verwendet. Unter dem Strich muss er schmecken und das tut dieser Pressknödel allemal. Hier wurde nebst Knödelbrot reichlich schmackhafter Käse verwendet. Er mundet sehr gut. In Verbindung mit der Gemüse-Bouillon können auch Vegetarier diesen Klassiker genießen. Abgerundet wurde sie mit viel Schnittlauch.
Der Kaiserschmarren wurde wieder einmal seinem Namen gerecht. Er war natürlich hausgemacht, flaumig und nicht zu süß. Begleitet wurde er mit Zwetschgenröster, der in einer Schale separat gereicht wurde. Der Koch garnierte den Schmarren mit frischen Früchten (Apfelspalten, Trauben und Orangenscheiben). Die Rosinen wurden nach dem Backen eingearbeitet. Hier besteht jedoch die Gefahr, dass die Rosinen hart werden. Dies war hier aber nicht der Fall. Aber das nur am Rande erwähnt. Ein rundum gelungener Mehlspeis-Klassiker.

An der Bar traf ich dann auch die Familie Brugger. Die Begrüßung war herzlich. Wir sprachen über die aktuelle Schneesituation und dem Verlauf der Wintersaison. Es war ein sehr nettes und informatives Gespräch. Die Wirtsleute sind mit viel persönlichem Engagement und Herzblut für ihre Gäste da. Auch konnte ich erfahren, dass der Sohn im Sommer die Geschicke in der Küche übernehmen wird. Es freut mich, dass die nächste Generation bereit ist, tatkräftig das Tauernhaus weiter entwickeln zu wollen. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch.

Ich bedanke mich für die herzliche Gastfreundschaft und überreiche gerne das Qualitätssiegel für das Jahr 2018 und wünsche weiterhin viel Erfolg. Hier werden die Fahnen der Tiroler Gastlichkeit hoch gehalten, das ich empfehlen kann.


Mittwoch, 17.Jänner 2018

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