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Besuchsbericht Restaurant sPfandl // Reith b. Kitzbühel vom 03.10.2017

Ein sonniger Tag neigt sich dem Ende zu, als ich in Reith in Kitzbühel im S´Pfandl bei Familie Hagleitner eintreffe. Das Haus ist in der Region sehr bekannt für die ausgezeichnete Küche. Von außen ein unscheinbares gepflegtes Haus. Es ist noch früh, darum stehen erst wenige Autos am Parkplatz. Das S´Pfandl öffnet erst um 17:00 Uhr. Der Eingangsbereich ist einladend und geschmackvoll dekoriert. Im Inneren offenbart sich die Wärme und Behaglichkeit der Räumlichkeiten. Die wundervolle Gaststube im typisch Tiroler Stil empfängt den Gast mit einem wärmenden Kaminfeuer und geschmackvoller Dekoration. Ich werde vom freundlichen Kellner, Sebastian empfangen. Er geleitet mich an einen freien Tisch und reicht mir die Speisenkarte.
Die Karte ist übersichtlich gestaltet und bietet einige Tiroler Schmankerln. Auch die Kürbiszeit wurde bei der Gestaltung berücksichtigt. Heute fällt es wieder schwer eine Auswahl zu treffen. Letztendlich entscheide ich mich für eine Kürbisschaumsuppe mit Schafskäse-Krusteln. Der Hauptgang ist ein Hirschrücken-Kotelette mit Rahmwirsing Orangen-Paunzen. Die Vorfreude ist jetzt schon groß. Während ich auf die Suppe warte stelle ich fest, dass fast nur Stammgäste den Weg ins Pfand`l finden. Sebastian begrüßt fast alle Gäste mit Namen, das schon beeindruckend ist. An dieser Stelle darf ich auch erwähnen, dass das Service eine ausgezeichnete Arbeit leistet. Hier wird jeder Gast freundlich und kompetent bedient. Nun wird auch schon meine Suppe in einem weißen Teller serviert.
Was mir sehr gefällt, ist die dezente Verwendung von Rahm. Auch die Konsistenz ist sehr gut. Oft ist dieser Klassiker zu dick gehalten, doch hier mit gehackten Kürbiskernen, etwas Kürbiskernöl und den Krusteln ist alles Bestens. Auch der Geschmack spiegelt meinen Eindruck wieder, einfach nur gut. Das war ein feiner herbstlicher Einstieg.
Der Hauptgang wurde in einem dunkelblauen Keramik-Teller serviert. Optisch war es eine Augenweide. Das Hirschkotelette hatte eine ansprechende Größe und thronte auf dem Rahmwirsing. Außen herum, waren die Paunzen gesetzt. Etwas Preiselbeeren und ein Thymian Strauß waren die Dekoration. Geschmacklich war es ein Gedicht. Das Fleisch war butterweich und schön rosa gebraten, der Wirsing war leicht säuerlich und mit Kümmel versetzt. Das gab dem Gericht eine leichte ländliche Note. Die Paunzen (diese werden ähnlich wie Gnocchi hergestellt und gebraten) nicht zu fest und mit etwas Orangen sehr gut im Geschmack. Die leichte Wildsauce mit den Preiselbeeren vervollständigte das ausgezeichnete Gericht. Dazu hat mir Sebastian ein Glas Blaufränkischen empfohlen, das ich dankbar angenommen habe. Dieser Besuch schreit noch nach einem Dessert. Darum gönne ich mir wieder einmal eine Marillen-Palatschinke mit einem Verlängerten. Auch hier werde ich vollends überzeugt. Zu erwähnen ist auch der ausgezeichnete Kaffee. Ich bin der Meinung, dass dieses Thema oftmals vernachlässigt wird. Doch hier stimmte einfach alles.

Ich frage Sebastian, ob Herr Thomas Hagleitner etwas Zeit hätte. Schon nach wenigen Minuten kommt der Hausherr an meinen Tisch. Wir sprechen über die laufende Saison und die Herausforderungen der Gastronomie und auch noch über fachliche Belange. Thomas Hagleitner ist ein engagierter und fachlich versierter Wirt, der die Fahnen der Tiroler Wirtshauskultur hoch hält.
Gerne habe ich Herrn Hagleitner das Qualitätssiegel für 2017 überreicht. ich wünsche weiterhin viel Erfolg und Gesundheit.

Dienstag, 03.Oktober 2017

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