Erstbesuchsbericht Hotel Postwirt // Söll vom 01.10.2017

Allgemein
Der imposante Gasthof Postwirt der Familie Bliem liegt idyllisch am Anfang einer Fußgänger Zone in Söll. Der von großen Bäumen beschattete Gastgarten lädt sicherlich an warmen Tagen zum verweilen ein. Doch heute bei gefühlten 10 Grad gehe ich dann doch in die warme Gaststube. Außen macht das Haus einen nostalgischen Eindruck. Der Eingangsbereich wirkt einladend und gepflegt. Dieser Eindruck setzt sich innen fort. Ich sehe eine Bierstube, hier darf man rauchen und zur linken eine Gaststube für Nichtraucher. Gerne nehme ich den Weg in die Nichtraucher Gaststube. Was mir sofort auffällt, ist die heimelige, warme Atmosphäre. Gekonnt wurde mit altem Holz, einem Kachelofen und modernen Einrichtungsgegenständen gespielt. Das wirkt sehr stimmig und einladend. Service Ein freundlicher Kellner nimmt mich in Empfang und geleitet mich an einen freien Tisch. Die Gaststube ist bereits gut besucht. Das lässt auf gutes hoffen. Ich bekomme die Speisenkarte gereicht und werde nach meinem Getränkewunsch gefragt. Die Karte ist übersichtlich mit regionalen und internationalen Gerichten gestaltet. Auch eine Steakkarte ist vorhanden. Ich konnte nur nicht erkennen, ob das Rindfleisch aus Österreich stammt.
Auch müsste man in einem persönlichen Gespräch mit der Familie Bliem erörtern, ob es nötig ist Spaghetti Bolognese etc. in einem Traditionsgasthaus auf der Karte zu haben. Dies ist aber nur ein Gedanke von mir als Vertreter der Tiroler Wirtshauskultur. Kulinarik Nach dem Studium der Karte entscheide ich mich für eine Speckknödelsuppe und dann für eine geschmorte Lammstelze. Als Beilage erbitte ich mir Petersilienkartoffeln statt Wedges. Bereits nach einer Minute wird die Suppe serviert. Da hier augenscheinlich viele Gäste verköstigt werden, sind die Knödel warm gehalten. Aber der Knödel war sehr gut, flaumig mit viel fein geschnittenem Speck, ließ er keine Wünsche offen. Auch die Rindssuppe verdiente ihren Namen. So darf es weiter gehen. Die Lammstelze war butterweich, die Bohnen hatten noch Biss und waren gut gewürzt, die Petersilienkartoffeln ohne Tadel. Der Rosmarien-Jus war leicht gebunden und fein abgestimmt.
Das war ein rundum gelungenes Gericht. Da ich ja die Qualität der Küche beurteilen soll, bestelle ich den wahren Kaiser der Nachspeisen, den Kaiserschmarren. In der Zwischenzeit nutze ich die Zeit, um ein wenig im Haus herumgehen zu können. Auch die WC-Anlagen, die Visitenkarte des Hauses, werden aufgesucht. Diese präsentieren sich sehr sauber und riechen angenehm. Das ist umso mehr zu erwähnen, da viele Gäste das stille Örtchen am Tag aufsuchen. Alles wirkt aufgeräumt und auch die Dekoration ist hochwertig und sehr geschmackvoll. Nun wird auch schon der Kaiserschmarren serviert. In einer Gusspfanne präsentiert sich eine ordentliche Portion mit Rosinen und Staubzucker veredelt. Der Zwetschgenröster war erfreulicher Weise hausgemacht. Das konnte man auch schmecken. Bravo, das war eine gelungene Mehlspeise und ein krönender Abschluss.
Zusammenfassung Der Gasthof Postwirt ist ein gepflegtes und erfolgreiches Haus.
Die ländlich Tiroler Einrichtung ist stimmig und einladend.
Das Speisenangebot entspricht der Tiroler bzw. österreichischen Küche. Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut.
Die Gerichte werden frisch optisch gut und geschmackvoll zubereitet. Ich konnte auch an den Nebentischen nur positives Feedback hören.
Die Familie Bliem führt das Hotel augenscheinlich mit viel Herzblut und Freude. Der Gasthof Postwirt entspricht den Kriterien und Vorgaben und wäre eine Bereicherung des Vereins der Tiroler Wirtshauskultur. Ich kann dem Vorstand empfehlen den Gasthof Postwirt aufzunehmen! Söll, 01. Oktober 2017

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