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Besuchsbericht Hotel Gasthof Adler // Innsbruck vom 07.10.2017

Genuss mit Geschichte


Vorwort
Das Gasthaus ist eines der großen Errungenschaften der menschlichen Zivilisation. Es ist ein Ort, an dem sich der Reisende mit seinem Bedürfnis nach Speis und Trank gut aufgehoben weiß; ein Ort, wo der Einheimische seinesgleichen sucht, und wohin er aus der Enge seiner eigenen vier Wände sich flüchtet, um andere Gesichter zu sehen. An den Biertischen sind zahlreiche Freundschaften entstanden und nicht wenige zerbrochen.
In den Gaststuben, mehr noch in den berüchtigten Hinterzimmern, wurde zu allen Zeiten Politikgemacht, Vereine, vielleicht sogar Parteien gegründet, Geschäfte abgeschlossen, Ehen verabredet und Abmachungen gesponnen. In den Stuben wurden sogar Konspirationen und Revolutionen geplant: Unser berühmtester Revoluzzer und Freiheitsheld Andreas Hofer war nicht umsonst ein Gastwirt.
Noch immer ist ein Gasthaus in vielerlei Hinsicht ein prägendes Element des menschlichen Zusammenlebens. Das gemeinsame Essen und Trinken, ein Wesensmerkmal des mittlerweile globalen Zusammenhalts, wird im Gasthaus öffentlich, erhält dadurch eine besondere Bedeutung im sozialen Gefüge des Gemeinwesens und wird dadurch zu einem wichtigen Element der Kulturgeschichte.

Im geschichtsträchtigen Goldenen Adler findet langsam der Generationenwechsel statt. Die Tochter Madlen hat vor kurzem die Leitung der Küche übernommen und wird wohl von dort aus langsam das Zepter des Goldenen Adlers unter großer Mithilfe ihrer Eltern übernehmen.
Sie hat es verstanden, dass das Herzstück jedes gut laufenden Betriebes die exzellente Küche ist. Wenn man die Kochkunst, Leidenschaft und Gastfreundschaft beherrscht, ist man schon einmal auf der Siegerstraße. Dann ist nur mehr Willen und Ausdauer gefragt.
Auch das hat die Familie Hackl schon bewiesen und so kommen nur noch die täglichen Herausforderungen durch Politik, Regulierungen und Mitarbeiter dazu, welche schon jetzt für manche Unternehmer fast unüberwindbar sind. Herr Hackl ist ja Obmann der Fachgruppe Gastronomie und weiß es mit Sicherheit besser als ich.








Kulinarisches:
Herr Hackl ist ebenfalls sehr engagiert bei den Jagdvereinen und so wundert es mich natürlich nicht, dass eines seiner Lieblingsgerichte „Wildragout“ ist. Auch seine Tochter hat mir dieses Gericht empfohlen und ich muss als Fazit sagen, es war meisterlich. Die Konsistenz, die Farbe, der Geschmack, sowie die Qualität des Fleisches waren hervorragend. Die hausgemachten Spätzle und das Rotkraut waren ebenfalls ein Gaumenschmaus. Die Empfehlung von Kellner Mesut, ein Glas Pinot Noir vom Weingut Kraft zu genießen, war sehr passend.

Der Besuch im Restaurant, als auch die Kontrolle der Herkunftssicherung der AMA war insgesamt sehr angenehm und professionell. Beeindruckend war das gute Auftreten der jungen Madlen. Wünsche allen viel Erfolg und Freude bei der Führung dieses historischen, denkmalgeschützten Hotels.

Innsbruck, am 07. Oktober 2017

Johann Pichler

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