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Besuchsbericht Gasthaus Berchtoldshof // Innsbruck vom 13.08.2017

500 Jahre Erbhof und Wirtshauskultur

Mitte August, ein herrlicher Sommertag, und ich saß unter den Lauben auf der schönen Sonnenterrasse des geschichtsträchtigen Berchtoldshofes. Der schon seit Jahren hier arbeitende Kellner Kara kennt mich schon und begrüßte mich herzlich. Er erzählte mir sofort, dass ein neuer, junger und talentierter Küchenchef das Zepter in der Küche schwingt.

Während ich auf den Küchenchef wartete, studierte ich die lederne, mit Familienwappen ausgestattete, Speisekarte. Sie beinhaltet alles was das Herz begehrt, vom Kalbsbeuscherl aus einer vielfältigen Wochenkarte bis hin zu allen anderen Klassikern aus Österreich und Tirol. Die Gestaltung der Karte sollte man auch so schön schreiben wie sich das Restaurant und seine sehenswerten Stuben präsentieren. Da kam auch schon der junge Küchenchef und stellte sich höflich mit Philip vor. Ein mutiger engagierter, motivierter und begnadeter Koch, der die Herausforderungen des Gastgewerbes voll in Angriff nimmt. Das freute mich ganz besonders, denn ich war früher auch so. Große Ambitionen hat der junge Mann und auch Herr Berchtold sprach nur lobende Worte über Philip und sein Team. Bei ihm erbat ich mir schlussendlich einen Caesar Salat und er empfahl mir zusätzlich das Beuscherl, welches er heute gemacht hat.

Kara servierte mir alsbald den liebevoll angerichteten, mit einem schmackhaften Dressing marinierten original Romanischen Salat. Anschließend folgte ein sehr klassisch gekochtes Beuscherl ohne großen Schnick-Schnack und sonstigen Eigenkreationen. Es war von einer feinen sämigen Konsistenz gut gewürzt und nicht zu sauer. Im Beuscherl war ein flaumiger frisch gekochter Semmelknödel mit etwas Gulaschsaft übergossen, welcher auch sehr gut schmeckte. Genau so mag ich diesen Klassiker. Bravo Philip!

Während dem Essen gesellte sich Herr Berchtold zu mir und wir unterhielten uns sehr ausgiebig über die Erhaltung der Tiroler Wirtshauskultur. Wir philosophierten, wie es möglich sei, diese ohne jeglichen anderen zusätzlichen Einnahmen (Zimmervermietung zum Beispiel) weiter zu führen bzw. zu erhalten. Beim Berchtoldshof ist es schon eine schwierige Sache, er ist nicht in einem touristischen Zentrum, einfach zu wenig zentral für Innsbruck. Es geht schon eher Richtung Ausflugsgasthof mit besonders schöner Lage. In den herrlichen Zirbenstuben genießt man ein tolles Tiroler Ambiente, so kann man hier mit hervorragendem Essen und freundlichem Service, Leidenschaft und Engagement punkten.


Die vielen Gäste belohnen den Einsatz von Familie Berchtold und dessen Team und kommen gerne und immer wieder zahlreich hierher. Ich überreiche dem Chef das Qualitätssiegel und wünsche ihm weiterhin viel Erfolg.

Innsbruck, am 13.08.2017
Johann Pichler

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