Besuchsbericht Kuhalm // Fiss vom 17.08.2017

Tradition und Kultur im Computerzeitalter

Ein bisschen Bewegung, frische Luft, viel Sonne und gutes Essen unter freiem Himmel mit atemberaubender Panoramaaussicht auf die Berge, all diese Elemente waren heute mein Ziel. Da ist die Kuh Alm in Fiss genau der richtige Ort dafür. Nach einer 50 minütigen Wanderung über den Wallweg oder über den berühmteren Hexenweg erreicht man die romantische Alm. Angekommen sieht man den tollen Spielplatz für Kinder mit einem kleinen Teich, wo Karpfen und Forellen sich gute Nacht sagen.

Im vorderen Teil liegt der Gastronomiebereich, welcher Herr Martin Neururer gepachtet hat. Der hintere Teil ist eine moderne Almanlage, wo täglich ca. 80 Kühe gemolken werden. Schon allein deshalb war ich gleich angeregt einen „Kuh-Alm-Salat“, zu bestellen.

Nach kurzer Wartezeit brachte mir der freundliche und bodenständige Kellner einen nett arrangierten Salat. Dazu in einer Nußpanade goldbraun gebackenen würzigen Almkäse. Alles mundete vorzüglich und passte hervorragend an einem solch heißen Sommertag.

Bei schönem Wetter muss man sich die großen schönen Tische aus Lärchenholz mit mehreren Familien teilen. Aber meist sind die Kinder auf dem interessanten Spielplatz, außer sie haben Hunger oder Durst. Martin erzählte mir vom großen Almfest letzten Dienstag, bei dem sich hier hunderte Besucher an Essen und Getränken labten. Anschließend kredenzte er mir noch seinen Sommerhit „Eierschwammerlragout mit gebratenem Serviettenknödel“. Das Gericht schmeckte fantastisch.

Nach einem netten fachkundigen Gespräch genoss ich noch die warme Sonne und beobachtete die vielen Gäste ein wenig. Von diesen Beobachtungen kam ich auf meine Überschrift, denn einige Gäste die Platz genommen hatten, fragten gleich nach der Begrüßung als erstes nach WLAN und Passwort, bevor sie etwas zu trinken bestellten oder die Speisearte anschauten.

Sofort wird wieder gepostet und getextet was das Zeug hält. Wenn sie nicht alles fotografiert und dokumentiert hätten, wüssten sie am Abend nicht mehr, auf welcher Alm sie überhaupt gewesen sind. Man zeigt sich ständig gegenseitig Bilder, News und Videos von irgendwo auf der Welt. Manche vergessen sogar das wunderschöne Panorama, das herrliche Alm-Ambiente und darauf, das gute Essen zu genießen, weil sie so mit ihrem Handy beschäftigt sind.

Am Ende möchte ich dem jungen motivierten Wirt Martin zu seiner gelungenen Alm-Gastronomie gratulieren und wünsche ihm noch eine gute Saison.

Johann Pichler Fiss, am 17.08.2017

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