Besuchsbericht Törggele Stuben // Sölden vom 05.07.2017

Tirol die Treue halten

Heute, am 5. Juli 2017 fuhr ich in das berühmte Ötztal nach Sölden, um der Törggele Stub’n meinen jährlichen Besuch als Berater der Tiroler Wirtshauskultur abzustatten. Wie immer war das traditionelle Wirtshaus in einem sauberen, gepflegten Zustand. Die Einrichtung, Dekorationen sowie die Kleidung der netten Serviceangestellten geben dem Restaurant das typische und angenehme Tiroler Ambiente. Hier fühlen sich Gäste sowie Einheimische auf Anhieb wohl und gut umsorgt.

Die Speisekarte zeigt, dass man es hier mit einem echten Patrioten zu tun hat. Der Tiroler Adler und der Spruch: „Tirol die Treue halten“ sind auf der Frontseite zu sehen. Innen gibt es noch die Geschichte von Andreas Hofer. Auch die Auswahl der Speisen ist ein wahres Vergnügen, wer hier nichts findet hat mit Sicherheit keinen Hunger, und wer keinen Hunger hat bekommt beim Durchlesen bestimmt einen. Zu erwähnen sei noch die schöne Gestaltung, die Übersicht und die vielen Sprachübersetzungen der Speisekarte. Ich erbat mir, nachdem die Wirtsleut’ leider diesmal nicht vor Ort waren, die Empfehlung der freundlichen Dame: das Eierschwammerlragout mit Semmelknödel.

Nach kurzer Wartezeit erhielt ich das cremige Ragout in einem tiefen heißen Porzellanteller. Geschmacklich war alles vorzüglich und es harmonierte fein miteinander. Der frische Knödel hat beim Kochen etwas an seiner Luftigkeit eingebüßt. Das herzhafte, abgebundene Ragout mit reichlich Eierschwammerln mundete ausgezeichnet, nur die Petersilie gehört in das Ragout und nicht auf den Tellerrand.

Zum Abschluss erfreute ich mich über einen köstlichen Marillenkuchen, mit einem sehr guten Kaffee. Auch hier ist nur zu bemängeln, dass eine Orangenscheibe im Juli bzw. generell auf einem flaumigen Marillenkuchen überflüssig ist.

Für mich ist das Wesentliche des Gerichtes ausschlaggebend und nicht der abgedroschene Spruch „das Auge isst mit“. Das Auge kann und hat nicht mitzuessen, es kann sich höchstens sattsehen. Das schrieb schon Professor Hans Hömberg, ein Wahltiroler aus Berlin, Filmregisseur, Schriftsteller (Kirschen für Rom) und Gastrosoph.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem Geschäftsführer über Tourismus in den Hochburgen Tirols, wo nur noch 10 % Tiroler sind, wenn überhaupt, ist es natürlich nicht so einfach dem Land die Treue zu halten, aber die Familie Gander wird diesen Spagat mit ihrem Einfallsreichtum sicherlich bravourös meistern.

Das Qualitätssiegel 2017 unseres Vereins übergab ich an Ort und Stelle mit Freude und wünsche allen eine gute Saison.

Sölden, am 05. Juli 2017 Johann Pichler

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