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Besuchsbericht Landgasthof Linde // Stumm i. Z. vom 01.02.2017

Es ist später Vormittag, als ich in Stumm im Landgasthof Linde eintreffe. Da ich auch im Auftrag der Agrarmarkt Austria hier bin, überprüfe ich heute auch die rückwärtigen Bereiche. Betrieben wird der Landgasthof von Hannes Ebster, das Schloss ist beinahe 160 Jahre in Familienbesitz. Das Anwesen wurde erstmals im 9.Jahrhundert schriftlich erwähnt.

Von außen ist davon nichts zu bemerken. Rundum im tadellosem Zustand. Herr Ebster erwartet mich schon und führt mich an einen großen Tisch, wo ich den bürokratischen Teil meines Besuchs abwickeln darf. Beim Gang durch die Lager- und Kühlräume bestätigt sich der Eindruck von außen. Alles tadellos sauber und aufgeräumt. Nach getaner Arbeit, darf ich nun den angenehmen Teil meines Besuchs bestreiten. Ich bekomme die Speisenkarte gereicht und bestelle etwas zu trinken. Da ich vorher gelesen habe, dass die „Linde-Schweine“ auf der Karte stehen, bestelle ich heute eine Krenschaum-Suppe mit hausgemachtem Rostbratwürstchen und Wurzelgemüse. Zum Hauptgang Blut-&Leberwurst aus eigener Schlachtung mit Kartoffelpüree und Apfel-Sauerkraut.

Nach kurzer Wartezeit wird die Suppe in einem grau glacierten tiefen Teller gereicht. Das Wurzelgemüse und fein eingeschnittene Wurst waren am Boden des Tellers appetitlich angerichtet. Die Suppe wurde apart in einem Keramik-Kännchen gereicht. Der Kellner Thomas goss diese vorsichtig in den Teller. Eine schöne Idee, um die Einlagen gekonnt präsentieren zu können. Die Suppe ist schön sämig und schmeckt angenehm dezent nach Kren. Abgerundet wird die Suppe mit ein wenig schwarzem Pfeffer aus der Mühle. Geschmacklich war es hervorragend und harmonierte bestens mit der feinen Rostbratwurst und dem Wurzelgemüse. Ein sehr guter Einstieg, so kann es weiter gehen.

Es dauert nicht lange und der Hauptgang wird wiederum in einem großen tiefen Teller serviert. Nebenbei erwähnt ist das Geschirr ausgesprochen hochwertig und dekorativ. Man konnte sehen, dass die Würste aus der Metzgerei kamen. Nur noch ganz selten werden die Würste mit Küchen-Garn gebunden. Die Konsistenz beider Würste war anders als erwartet. Sie waren sehr fest mit wenig Fett-Anteil und ähnelten einer Mettwurst. Wie gesagt, nur die Konsistenz. Geschmacklich waren beide sehr gut. Meiner Meinung nach wurde dasselbe Brät für beide Würste verwendet. Nur mit dem Unterschied, dass bei einer natürlich noch Blut hinzu kam.

Das Kartoffelpüree war schön cremig und gut abgeschmeckt. Das Apfel-Sauerkraut mild in der Säure und mit Speckwürfeln veredelt. Der Bratapfel mit Preiselbeeren harmonierte überraschen gut mit dem Gericht, da auch der Jus karamellisiert war. Eine sehr gute Idee und zeigt die Kreativität der Küche. Ich war rundum zufrieden.
An und für sich wollte ich keinen süßen Abschluss, da ich gesättigt war. Doch einer Kugel hausgemachtem Rahm-Eis kann man nicht wiederstehen, das sehr cremig, mit Bourbon-Vanille und Amaretto veredelt war. Dazu ein kräftiger Espresso. Ein wahrhaft tolles Mittagessen!

Herr Ebster kommt zu mir an den Tisch. Wir sprechen über die Leidenschaft des Kochens, die Herausforderungen der Gastronomie und die täglichen Anstrengungen das Anwesen zu erhalten. Gerne überreiche noch das Qualitätssiegel für das Jahr 2017 und verabschiede mich von Herrn Hannes Ebster.

Wieder konnte ich die regionale Küche im Landgasthof Linde genießen und bestätige einen würdigen Vertreter des Vereins der Tiroler Wirtshauskultur. Ich freue mich auf meinen nächsten Besuch!

Mittwoch, 01. Februar 2017

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