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Besuchsbericht Hotel-Gasthof Bräu // Zell a. Ziller vom 26.01.2017

Heute Abend führt mich mein Weg in das verschneite Zell am Ziller. Dort besuche ich die Familie Kolbitsch im Hotel-Gasthaus Bräu. Ich betrete das Haus über den Hoteleingang und gehe an die Rezeption. Dort frage ich, ob ich einen Tisch am Abend reservieren kann. Da ich noch recht früh dran bin, darf ich in der Lobby ein wenig an meinem Laptop arbeiten. Nach getaner Arbeit gehe ich in Richtung Restaurant. Dort angekommen, empfängt mich die nette und freundliche Serviererin vom letzten Mal. Ihr Name ist Elisabeth. Frau Elisabeth begleitet mich in eine kleine Gaststube zum Tisch. Sie bringt mir die Speisenkarte und fragt mich freundlich nach meinem Getränkewunsch. Heute nehme ich einmal eines der zahlreichen Spezialbiere der Brauerei. Mein Blick fällt auf ein Barrique Grande Reserve. Ein ausgesprochen fabelhaftes Bier. Man kann es gar nicht mehr genau als Bier bezeichnen. Tolles Aroma, bernsteinfarben und mit gut 10 % Alkohol sollte man das edle Getränk genießen.

Das Bräu hat drei kleine Stuben, die noch im alten Stil erhalten sind. In meiner Stube befindet sich ein schöner alter Kachelofen und der Raum ist mit dem klassischen Wandtäfer und einer Sitzbank rundherum versehen. Das ist erhaltenswerte Tiroler Wirtshauskultur in 16. Generation.

Die Karte hat einige Tiroler Schmankerln, eine eigene Rubrik mit Bierspezialitäten in Speisen verarbeitet und auf der letzten Seite einen stetig wechselnden „Sonntagsbraten“. Heute eine geschmorte Rindsschulter mit Rotkraut und Serviettenknödel, eine gute Idee. Ich entscheide mich für eine Zillertaler Märzen-Bierrahmsuppe. Als Hauptgang fällt mir ein gegrillter Hirschrostbraten an Biersauce, Röstzwiebel, Thymianbohnen und hausgemachten Kartoffel-Talern ins Auge.

Die Suppe hatte eine leichte hopfig-herbe Note. Leider meinte es der Koch mit der Sahne zu gut. Das hat das Aroma ein wenig zugedeckt. Ansonsten war die Suppe mild abgeschmeckt und ein guter Anfang.
Der Hauptgang wird appetitlich auf einem ovalen Porzellan-Teller serviert. Der Rostbraten vom Hirschrücken war sensationell auf dem Punkt gebraten, schön rosa. So muss das sein. Die Bohnen hatten noch Biss und waren gut gewürzt. Die Kartoffeltaler waren weich, gut abgeschmeckt, mit Petersilie verfeinert und in Butter gebraten. Der kräftige Bier-Jus und apart gereichte Preiselbeeren rundeten das Gericht gut ab. Das hat wunderbar geschmeckt.

Ich frage Frau Elisabeth, ob der Chef des Hauses kurz für mich Zeit hat. Herr Kolbitsch lässt nicht lange auf sich warten. Die Begrüßung ist herzlich. Wir sprechen über die allgemeine Stimmung im Verein der Tiroler Wirtshauskultur und auch über die Herausforderungen der Gastronomie. Zum Schluss verführt mich Herr Kolbitsch wie das letzte Mal zur Spezialität des Hauses, der Meraner Weintorte. Eine herrlich luftige und doch saftige Komposition von Nüssen und Schokolade mit einem Hauch von Wein und natürlich ein Tupfer Schlagsahne mit einer Kugel Vanilleeis. Dazu eine Tasse sehr guten Kaffee. Ein wunderbarer Abschluss.

Ich verabschiede mich von Herrn Kolbitsch und übergebe auch das Qualitätssiegel von 2017 und bedanke mich über die überaus herzliche Gastfreundschaft. Ein tolles Haus mit langer Geschichte und Tradition, das ich nur bestens empfehlen kann.
Ein würdiger Vertreter der Tiroler Wirtshauskultur!

Dienstag, 26. Jänner 2016

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