Besuchsbericht Gasthof Schulhaus // Zellberg vom 25.01.2017

An diesem herrlichen Wintertag fahre ich in die Zillertaler Berge. Mein Ziel ist der Gasthof Schulhaus der Familie Geisler am Zellberg. Ich wähle heute die Mittagszeit, da ich mich gerne mit Stefan Geisler unterhalten möchte.

Es empfängt mich Herr Christian Geisler herzlich mit einem kräftigen Händedruck. Ich frage nach, ob der Junior in der Küche ist. Ganz ungezwungen darf ich zu Stefan Geisler. Die Begrüßung ist überschwänglich. Auch Frau Geisler ist fleißig und in der Vorbereitung für das Abendgeschäft vertieft. Wir sprechen eine geraume Zeit in der Küche über fachliche Belange sowie die täglichen Herausforderungen. Wir sind so vertieft, dass wir beinahe die Zeit übersehen. Ich nehme in der Gaststube Platz. Herr Geisler Senior reicht mir die Speisenkarte und fragt nach meinem Getränkewunsch. Die Karte ist wie ein Schulheft gestaltet, passend zum Namen des Gasthofes.

Auch hier wird auf regionalen Einkauf großen Wert gelegt. Das spiegelt sich im Angebot wieder. Ich entscheide mich zur Vorspeise für Holzknechtkrapfen auf jungem Spinat und Graukäseschaum. Zum Hauptgang erbitte ich mir den Kalbsrücken vom Tiroler Milchkalb in der Senfkruste auf Rahmwirsing mit Trüffelkroketten.
Vorab bekomme ich hausgemachtes Dinkel-Buttermilchbrot mit Topfen-Graukäse-Aufstrich, leicht gesalzene Bergbutter und Olivenöl. Das Brot ist ausgezeichnet und harmoniert sehr gut mit den Aufstrichen. Nun kommt auch schon meine Vorspeise. Sie sieht herrlich aus.

Drei kleine kreisrunde Palatschinken (sie wurden ausgestochen) mit einer Fülle aus gekochten Kartoffeln, Bröseltopfen, Graukäse und Schnittlauch sind auf einem Beet von frischem jungen Blattspinat drapiert. Dieser wurde mit Jungzwiebel in Butter geschwenkt. So hat der Spinat seine tolle tiefgrüne Farbe behalten und war mild gewürzt. Der dezent abgeschmeckte Graukäseschaum rundete dieses alte Zillertaler Gericht wunderbar ab. Da war ein wahrer Gaumenschmaus und toller Einstieg.

Der Hauptgang setzt die sehr gute Arbeit der Küche fort. Der Kalbsrücken mit der Senfkruste ist auf den Rahmwirsing gesetzt worden. Die Trüffelkroketten apart gereicht. Der Rücken war auf den Punkt gebraten, schön rosa und mild gewürzt. Die Senfkruste war nicht zu dick gehalten und unterstützte den tollen Geschmack. Ein wenig fein gehobelter schwarzer Trüffel veredelte das Fleisch noch mehr. Das Rahm-Wirsing-Gemüse war a la Minute zubereitet und mit fein gewürfeltem Speck abgerundet. Dazu gab es hausgemachte Trüffelkroketten. Der schwarze Trüffel war fein in der Kartoffelmasse eingearbeitet. Ein Kalbs-Jus vollendete das hervorragend zubereitete Gericht.

Zum Dessert erbitte ich mir je eine Kugel hausgemachtes Fichtenhonig- und Sauerrahmeis mit einem Espresso.

Das Sauerrahmeis wunderbar erfrischend mit einer leichten Säure und das Fichtenhonigeis mit einer leichten Süße, ein würdiger Abschluss.

Steffan Geisler hat noch ein wenig Zeit mit mir zu plaudern. Hier werkt eine engagierte Familie, die mit viel Herzblut die Wünsche der Gäste in die Tiroler Küche mit einem Schuss Moderne einfließen lassen.

Das Schulhaus kann ich nur wärmstens empfehlen, jedoch sollte man vorher einen Tisch am Abend reservieren. Die Gäste schätzen die sehr gute Küche und den herzlichen Service.
Ich bedanke mich für die Gastfreundschaft und überreiche Steffan Geisler gerne das Qualitätssiegel für das Jahr 2017. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch.

Mittwoch, 25. Jänner 2017

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