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Besuchsbericht Gasthof Hirschen // Imst vom 02.09.2016

Ein Garant für Tiroler Wirtshauskultur


Als ich heute auf der Autobahn Richtung Imst fuhr, überholte mich ein mir sehr bekanntes Firmenauto. Ich rief Markus, den Verkaufsleiter dieser Frischdienst- Firma gleich an und fragte, ob er mich begleiten wolle. Wie eben gute Verkaufsleiter so sind, bejahte er und teilte mir mit, dass der Gasthof Hirschen in Imst ohnehin ein Kunde von Ihnen sei.

Wir traten im Hotel ein und suchten natürlich die älteste und gemütlichste Stube aus. Im Hotel- und Restaurantbereich kann man sich beim ersten Mal schon ein wenig verirren. Bei so vielen Stuben, Bars, Wintergarten, Gastgarten, Speiseräumen und so weiter muss man sich erst zurechtfinden. In der schönen Stube, mit altem Getäfel, original Holzboden und -decke, sowie einem schönen Kachelofen, ist das Tiroler Wirtshausambiente am schönsten. Die Banderstube wie sie genannt wird hat nur vier Tische, die alle fein säuberlich und elegant eingedeckt sind, perfekt für eine Feier im kleinen Rahmen. Meiner Meinung nach ist es das Prunkstück des Hauses.
Die sehr freundliche einheimische Servicedame im schicken Dirndl reichte uns die Speisekarte und fragte nach dem Getränkewunsch. Markus hatte leider schon gegessen und so bestellten wir ein gutes Fläschchen Wein aus der gut auserlesenen Weinkarte.

Das überaus große Angebot der sehr schönen und übersichtlich gestalteten Speisekarte ist mit sehr vielen Tiroler Schmankerln und österreichischen Klassikern versehen.

Kulinarisches:
Ich erbat mir das Kalbsbeuscherl mit gebratenen Serviettenknödel. Nach kurzer Wartezeit kredenzte Frau Anni den gut aussehenden tiefen Teller mit dem heißen Beuscherl. Die Portion war für mich etwas zu groß. Die Lunge und das Herz war von ausgezeichneter Qualität und wurde nach alter Schule gekocht. Beim Kochen muss man die Lunge öfters einstechen und beim erkalten sollte es in eine Form gepresst werden um es in dünne Streifen (Julienne) schneiden zu können. Wenn das nicht passiert schmeckt die Lunge etwas schwammig. Die Einbrenn hatte eine gute Konsistenz. Die Säure sowie Schärfe und Geschmack waren auch sehr gut. Feingeschnittenes Wurzelgemüse wurde auch untergemischt.

Fazit:
Im Gasthof Hirschen ist die Küche bestens aufgestellt und sogar bis 23:00 Uhr geöffnet. Frau Anni machte ein ausgezeichnetes Service. Sie ist ein Vollprofi und hat schon einige Jahre Erfahrung im Gastgewerbe und ist deshalb wohl eine hervorragende Fachkraft für den Wirt.

Ps:
Zu später Stunde gesellte sich der Chef des Hauses Herr Staggl noch zu uns und wir plauderten über das übliche gastronomische Umfeld und den täglichen Herausforderungen, die es mit sich bringt. Einen Vorschlag des Herrn Staggl wäre eine Art Mobile Kochschule, die Betriebe buchen könnten und so auch individuell auf die Betriebe eingehen können. Eine Idee, die ich verbreiten werde und vielleicht finden wir mehrere, die dieses Unterfangen ebenfalls unterstützen würden. Herr Staggl führt einen Betrieb mit 50 Mitarbeitern und ist täglich mit Herzblut und Leidenschaft dahinter, aber er hat auch noch Zeit für neue Visionen, Innovationen und Verbesserungen und das gefällt mir sehr.

Johann Pichler Imst, am 02.09 2016

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