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Besuchsbericht Kühtaier Hof // Leutasch vom 04.01.2016

Tiroler Wirtshaus Kultur vom Feinsten in der Leutasch

Endlich ist heute, am 4. Jänner, die wunderschöne „Luitasch“ vom Schnee angezuckert worden. Umso schöner ist es, zum ersten Mal in diesem Winter, sich den Weg (Straße) ohne Beschilderung zum Traditionsgasthof zu suchen. Der Gasthof, eingebettet in dem kleinen Weiler Kirchplatzl, umgeben von urigen Bauernhäusern, romantischen Gärten, traditionellen Zäunen und kleinen Hütten, strahlt Kraft und Ruhe aus.

Schon beim Aussteigen aus dem Auto spürt man den Zauber von Freiheit, Frieden und Gelassenheit. Nur mehr die Ankunft auf Langlaufschiern im Winter könnte diesen Moment übertreffen. Kein Wunder, dass man im Gästebuch Einträge der Landeshauptleute von Tirol und Südtirol jährlich lesen kann. Auch Berühmtheiten aus Industrie und Gastgewerbe sind Stammgäste in diesem wohl urigstem „Insider“ Wirtshaus Tirols (bei dem keine Beschilderung mehr notwendig ist).

Das gepflegte und harmonische Äußere lässt schon erahnen, dass auch innen alles säuberlich, altertümlich und klassisch-tirolerisch eingerichtet ist. Nur die neuzeitliche Plastik-Weihnachtsdekoration fällt aus dem Rahmen, in den urigen bäuerlichen, mit vielen Holzschnitzereien dekorierten Stuben. Ursprüngliche Tiroler Materialien wie Holz, Filz, Wolle, Heu oder Stroh wären vielleicht passender.

Aber dies stört die Gäste von Martina und Andreas wohl am wenigsten denn diese kommen wegen dem besonders guten Essen dem herzlichen und freundlichen Service sowie dem typischen Tiroler Wirtshaus Ambiente. Die Speisekarte ist maßgeschneidert für die heimische Küche, alles was in der Leutasch so wächst, grast, im Wald und auf Wiesen herumläuft produziert und gebrannt wird, befindet sich hier auf der Karte.





Kulinarisches:
Die Frittatensuppe war richtig traditionell, wie ich sie nur von meiner eigenen Lehrzeit noch kenne, so etwas bezeichne ich als bodenständig. Die hausgemachten Frittaten wurden mit einer Rindsuppe übergossen, dessen Geschmack fast unvergesslich auf einen einwirkt. Man kann noch die Eiweißflankerl’n, die aus Rindsknochen und
-fleisch ausgetreten sind, erkennen. Dies deutet auf hervorragende Küchenleistung. Da kann jede „Consommé“ mit Sterne, Hauben, Kronen, Löffel, Teller usw. „baden gehen“.
Die in Butterschmalz knusprig gebratenen Kaskrapfen wurden ohne großen Schnick- Schnack mit einem Schälchen Preiselbeeren serviert. Der Käse hätte etwas würziger sein können. Dazu wurde eine typische Salatschüssel mit mehreren Salaten, alle köstlich angemacht, gereicht.

Anschließend hatten wir ein ausführliches Gespräch bei einem Vogelbeerschnaps vom Kranebitter aus Inzing. Ich konnte auch noch Herrn Kranebitter persönlich kennenlernen, denn er brachte gerade wieder eine Lieferung von seinen edlen Destillaten. Die Bewertung vom Schnaps ist identisch mit der der Frittatensuppe.

Man sieht überall die Qualität im Kühtaierhof, die nicht von ungefähr kommt. Die Wirtsleute bringen stets Meisterleistungen zu Tage und so ist auch die neue Kuhstallstube ausgefallen. Es ist sehr schwer, die vielen kleinen, schon quasi Museumsstücke zu beschreiben, die die Stube zieren. Dafür bräuchte ich noch eine Seite.
Fazit:
Tiroler Wirtshauskultur vom Feinsten mit Liebe und Passion gehegt und gepflegt,
dank Andreas und Martina und ihren Mitarbeitern.

Johann Pichler
4. Jänner 2016

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