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Besuchsbericht Zum Stollhofer // Inzing vom 13.05.2016

Bürokratiesterben gegen Wirtshaussterben

Der Gasthof Zum Stollhofer ist mein Ziel am Freitag den 13.5. – hoffentlich kein schlechtes Omen.

Der Gasthof ist mitten in Inzing an der engsten Stelle der Straße, man kann ihn also nicht übersehen. In jedem dieser nicht allzu kleinen Dörfer entlang des Oberinntales gibt es nur noch wenige Wirtshäuser, die sich der Tiroler Wirtshauskultur verschrieben haben. Viele sind ausgestorben oder sind in Pizzerias oder Asia Restaurants umgewandelt worden.

Die wenigen Betriebe die übrig geblieben sind haben gleichzeitig der Bürokratie den Kampf angesagt. Auch hier werden noch einige verlieren. Leider unterscheidet die Bürokratie kaum zwischen Wirtshäusern und riesigen Hotels oder Konzernen wie McDonalds was das Ausmaß ihrer Auflagen betrifft. Gleichheit und Gerechtigkeit sind zwei grundverschiedene Paar Schuhe. Aber lassen wir dieses Thema und gehen zum genüsslichen Teil über.

Schon beim Eintreten erkennt man die Liebe, die Leidenschaft und die Aufopferung, da sich die Familie Markt seit Jahrhunderten der Tradition Tiroler Gastlichkeit verschrieben hat. Alle Gaststuben sind mit vielen kleinen Details dekoriert, feinst säuberlich geputzt und mit frischen Blumen schön aufgedeckt. Besonders erwähnenswert ist die kleine Zirbenstube für besonders gemütliche Feste im kleinsten Rahmen.

Kulinarisches:

Die Seele des Hauses Frau Markt bietet mir einen Platz in der gemütlichen Stube an und bringt mir die Speisekarte. Diese sieht ordentlich gepflegt aus und ist schön übersichtlich geschrieben. Es sind alle Klassiker sowie eine extra Spargelkarte vorhanden. Ich erbat mir die Spargel „Florentin“, welche mit Blattspinat und Petersilienkartoffel serviert werden. Dazu nahm ich die Weinempfehlung laut Karte. Der Spargel war von der besten Qualität sowie auf den Punkt gekocht, lediglich das Wasser wurde etwas zu wenig gesalzen. Der Spinat war frisch und wurde gut gewürzt mit Knoblauch und Muskat. Die Beilagen harmonierten sehr gut zum Spargel. Die Kartoffeln wurden in reichlich frischer Petersilie geschwenkt. Nur die Garnitur, eine Sternfrucht mit frittierte Kirschtomate wurde mir zum Verhängnis, beim Anstechen der Tomate kleckerte ich leider die saubere Tischdecke voll.
Beim anschließenden Gespräch war dem Herrn Josef die Kaffee- und Schnapskultur sehr wichtig.

Wenn ich mich länger mit so engagierten Wirtsleuten unterhalte, bin ich immer stolz, dass ich auch ein kleiner Teil dieser Tiroler Wirtshauskultur bin. Es findet sich nicht genug Zeit, diese Gastfreundschaft zu respektieren und sich gegenseitig zu motivieren. Das Wichtigste ist immer noch der Gast, um den sich die Familie Markt so herzlich kümmert und verwöhnt.

Fazit:

Beim Stollhofer kann man sehr gut essen, die Seele des Hauses verwöhnt einem im Service, tolles Ambiente, saubere und gepflegte Tischkultur, alles rundherum in ordentlichen und hygienisch perfektem Zustand. Mit Stolz überreiche ich ihnen das Qualitätssiegel 2016 und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg.

13. Mai 2016
Pichler Johann

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