Besuchsbericht Gasthof Juchhof // Lermoos vom 25.03.2016

Tiroler Wirtshauskultur seit den siebziger Jahren

Bei der Rückfahrt von Reutte kehre ich heute im á la Carte Restaurant des Juchhofes zu.

Heute Karfreitag ist in Lermoos die Hölle los. Hier an der Talstation der Bergbahnen ein Tiroler Wirtshauskultur Restaurant zu führen bedarf schon einiges an Mut, Patriotismus und Selbstvertrauen. Den Tourismus in Tirol will man und lässt sich auch nicht aufhalten. Aus diesem Grund muss man der Familie Koch dies sehr hoch anrechnen, wie sie mit ihrem unermüdlichen und kämpferischen Einsatz die TWHK so lange es noch geht zu erhalten und den internationalen Gästen zu vermitteln.

Der Innenausbau des Lokals ist vermutlich aus den frühen 70iger Jahren. Große geräumige Eckbänke mit dunklen Stoffmaterialien, große Tische, mit weißen Tischtüchern und roten Auflegern dazu die klassischen Messingkerzenhalter und Messingblumenvasen. Nur die Messingaschenbecher fehlten. Früher durfte man überall rauchen und der Rauch hat sich in dem vielen dunklen Holz ein wenig eingebrannt. Zu dem vielen dunklen Holz passen die schwerfälligen Kupferlampen oder die an Ochsenjöchern hängenden kreativen Kuhglockenlampen sowie die Trophäen, Felle und Utensilien von Jägern.

Das Restaurant hat ein sehr gemütliches Flair und strahlt ein besonders angenehmes Ambiente aus. Wohl aus diesem Grunde und der guten Küchenqualität waren alle Tische ab 18.00 Uhr reserviert.

Die letzten waren noch mit den Skiklamotten unterwegs und die Ersten kamen schon in der Abendkleidung zum Essen. Das Schwierigste ist, bei so viel internationalem Publikum die Gestaltung der Speisekarte. Hier die richtige Mischung zwischen Tiroler Schmankerln und internationaler Küche zu finden ist schon eine Gratwanderung.

Wie es der Erfolg der Familie Koch beweist, haben sie das richtige Konzept gefunden. Ihr Sohn, der in der Küche das Zepter in der Hand hat, versteht sein Handwerk zu 100%.

Kulinarisches:

Die Spinatknödel sind mit Sicherheit ein Hausrezept von ihm sowie die Kaspressknödel auf warmen Krautsalat. Geschmack, Flaumigkeit und Größe passt alles zusammen. Perfekt für einen Tiroler am Karfreitag. Lobenswert ist der wirklich ausgezeichnete Salat mit nur frischen Zutaten, knackigen Blattsalaten und im Ganzen fein mariniert - sieht man leider nicht allzu oft. Lob an die ausgezeichnete Küche!

Mit einem ausführlichen Gespräch mit Helmut und Renate Koch sowie einer kleinen Sünde, aber ich konnte dem Angebot einem Tiroler Quittenedelbrand nicht wiederstehen, verabschiedete ich mich kurzer Hand. Jetzt ging das Abendgeschäft so richtig los und die Chefin musste im Service mithelfen und der reservierte Tisch wurde auch dringend gebraucht.

Fazit:

Es ist schön zu sehen dass die Familie Koch der TWHK so die Stange hält und auch noch großen Erfolg damit hat. Wie schon gesagt, die Küche ist hervorragend, auch die Serviceleistung ist bemerkenswert. Habe versprochen bei der nächsten Durchfahrt ins Außerfern wieder bei den netten Wirtsleuten einzukehren, um noch ein paar Sachen zu besprechen und ein richtiges Stück Fleisch zu probieren.

25. März 2016

Pichler Johann

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