Besuchsbericht Gasthaus Berchtoldshof // Innsbruck vom 06.05.2016

500 Jahre Wirtshaus am Innsbrucker Sonnenhang

Heute am 6. Mai, einem lauen schönen Frühlingstag, nimm ich mir die Zeit, um am frühen Abend den Berchtoldshof einen Besuch abzustatten. Mit etwas Geduld und einem Navi findet man auch dieses schöne Plätzchen etwas oberhalb von Innsbruck. Ich setze mich unter die Lauben auf der großen, herrlichen Sonnenterrasse. Mittendrin steht ein alter Kastanienbaum, der wohl im Sommer Schatten spendet und momentan das Leben und die Freude erwachen lässt. Der herrliche Ausblick nach Süden, der Gipfel vom Patscherkofel, der Serles, der Nockspitze und dem Hoadl sind noch mit Schnee bedeckt und glitzern direkt in der Abendsonne. Dazu weht noch die frische Landluft, ein herrlicher Balsam für den Körper. Hier kann man die Seele wirklich baumeln lassen, nur der Genuss des guten Essens fehlt noch. Im traditionellen Erbhof wird Gastlichkeit seit über 500 Jahren gepflegt und mit besonderer Achtsamkeit umgegangen. Man fühlt sich auf Anhieb wohl und wird vom freundlichen Service zur vollsten Zufriedenheit umsorgt und beraten.
Die Speisekarte, welche alle Klassiker sowie ein Frühlingserwachen mit Spargel beinhaltet, ist in Leder eingebunden, mit den Familienwappen versehen und zeigt von Eleganz und Klasse.

Kulinarisches:

Ich erbat mir vom zuvorkommenden und sehr freundlichen Kellner Kara ein Höttinger Schnitzel, das mit Graukäse, Zwiebel, Topfen und Kräutern gefüllt war. Mit meinem Wunsch ein paar Spargel anstatt den Kartoffeln als Beilage zu nehmen hatte er überhaupt kein Problem und nahm das mit einem „sehr gerne“ zur Kenntnis. Der Spargel hatte höchste Qualität und kam aus dem Marchfeld, war auf den Punkt genau gekocht und schmeckte hervorragend. Das Schnitzel, die Fülle und die Soße harmonierten sehr gut miteinander und waren geschmacklich vorzüglich, wobei bei einer kürzeren Grillzeit das Fleisch etwas saftiger geblieben wäre. Der dazu gereichte Salatteller mit dem milden Dressing, dem frischem Gemüse und der Lollo Rosso schmeckten köstlich und war eine Augenweide.

Das anschließende Gespräch mit dem Küchenchef Franko Trentini brachte uns auf viele Gemeinsamkeiten und war für uns beide sehr aufschlussreich. Er zeigte mir noch den Innenbereich, der mich sehr beeindruckt hat. Die kleine Stube ist ein Schmuckstück aus Holz, beim nächsten Mal werde ich sicher dort Platz nehmen, um hier das Ambiente und die Kulinarik der Tiroler Wirtshauskultur zu genießen. Auch die große Stube ist von Eleganz und Sauberkeit geprägt und lädt zu nettem Beisammensein in gemütlicher Atmosphäre ein.

Fazit:

Die Crew des Berchtolds Hofs fühlt sich sehr wohl unter der Führung des Herrn Berchtold, der leider nicht anwesend war. Man merkt an allen Ecken und Enden dass hier sehr professionell, nur mit guter Qualität und auf höchstem fachkundigen Niveau gearbeitet wird.
Bei einem exzellenten Espresso überreiche ich Herrn Trentini das Qualitätssiegel der TWHK und bedanke mich für sein Engagement und die Einhaltung der Kriterien.

6. Mai 2016

Pichler Johann

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