Besuchsbericht Alpengasthaus Stanglalm // Oberndorf vom 17.06.2014

Jedes Jahr freue ich mich aufs Neue, die rührige Familie Thaler in luftiger Höh‘ zu besuchen. Die Lage ist beeindruckend, die Aussicht ist ohnehin berauschend. Einige Neuerungen gibt es auch wieder. Ein Weinkühlschrank wurde angeschafft, denn im Alpengasthaus gibt es nicht nur hervorragendes Essen sondern auch wirklich gute Weine, besonders aus österreichischer Provenienz.

Aber nicht nur die die wirklich guten Lebensmittel, welche bevorzugt aus der Region bzw. aus Österreich eingekauft werden machen eben diese ausgezeichnete Küche von Therese aus. Es ist vor allem auch die Sauberkeit, die Ordnung und die allgemeine Hygiene. Immer wieder freue ich mich einen Blick in die Küche werfen zu dürfen. Denn hier wird noch nach allen Regeln der (Koch) Kunst gekocht.

Es sind die herrlich duftenden Suppen, die hervorragenden Gerichte aber besonders auch die verlockenden Süßspeisen welchen einen Besuch in der Stanglalm zu einem absoluten „Muss“ machen. Dazu aber später:

Zur jährlichen Kontrolle der Lebensmittel habe ich mich angemeldet. Mit Therese schaue ich mir die Rohstoffe an. Frische, Güte und heimische Herkunft sind in diesem Tiroler Wirtshaus von besonderer Wichtigkeit. Therese legt großen Wert auf die Qualität aller Lebensmittel. Unterstützt wird sie auch vom Chef des Hauses – dem Sepp. Er ist passionierter Jäger, Hausmeister, Gästeunterhalter und vieles mehr–und das in Personalunion. Besonders die Wildpflege liegt ihm am Herzen, das Resultat findet sich dann auf dem Teller wieder.

Therese fragt mich, ob ich ein frisches Rehragout mag. Natürlich mag ich das, denn es handelt sich um ein junges Reh, vom Sepp persönlich in den Himmel geschickt. Nun, das Fleisch ist von ausgezeichneter Qualität, zart und saftig. Die Wildsauce ist perfekt und leicht gebunden, von sehr gutem Geschmack, mit Pfefferkörnern leicht prickelnd gewürzt. Dazu gibt es tadellose, selbstredend hausgemachte Spätzle, eine Scheibe von der Orange mit etwas Preiselbeerkompot und einem Sträußchen vom Rosmarin. Auch der gemischte Salat mundet sehr gut.

Zusammenfassend darf ich feststellen, dass dieses Gericht ausgezeichnet schmeckt. Ebenso der herrlich frische und saftige Topfen-Pfirsichstrudel. Dazu gibt es eine Kugel vom Bauern-Honigeis, welches von Frau Martina Millinger aus St. Johann hergestellt wird. Wer vermutet so einen kulinarischen Genuss in dieser Höhe?

Besonders freut es mich immer wieder, mit dem Chef des Hauses, Herrn Sepp Thaler zu „hoagaschtn“. Er ist ein blitzgescheiter Mann mit einer großen Portion Humor. Er trägt viel zum ausgezeichneten Ambiente des Hauses bei. Das tut allerdings auch die hübsche Tochter Julia. Sie ist gelernte Damen Kleidermacherin und ist bei der Kostummanufaktur in Erl beschäftigt. Dort kleidet sie Künstler von Weltruf ein. An diesem Tag hilft sie in der Stangl Alm im Service mit, was sie mit großer Bravour macht. Freundlich, herzlich, umsichtig und höflich betreut sie ihre Gäste. Ich habe sie genau beobachtet. Es bereitet mir große Freude, so eine qualitativ hochwertige Gastronomie zu erleben.

Therese zeigt mir noch voll Stolz, dass sie im vergangen Jahr das Haus isoliert und erneut mit Holz verkleidet haben. Es wird also auch an der „Hardware“ gearbeitet. Die vielen (Stamm) Gäste freut es – und mich auch!

17. Juli 2014

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