Besuchsbericht Gasthof Post // Hinterriss vom 10.09.2014

Den Weg zum Gasthof zur Post der Familie Reindl fahre ich stets langsam und sehr bewusst. Ist doch das Karwendelgebiet von besonderer Schönheit. Seit etlichen Jahren nehme ich mir vor, diese Strecke mit dem Fahrrad zu absolvieren, aber leider bleibt es stets nur ein Wunsch. Die liebe Zeit und zu viele Aufgaben hindern mich leider daran.

Umso mehr freue ich mich darauf, der Familie meine jährliche Aufwartung machen zu können. Ich weiß, dass hier noch sehr authentisch gearbeitet und vor allem bodenständig gekocht wird. Tadellose Produkte, bevorzugt aus der Region werden eingekauft und verarbeitet. Besonders frischer Fisch und im Herbst hochwertige Wildprodukte werden angeboten. – Und so ist es auch heuer wieder, denn ab September beginnt ja bekanntlich die Wildsaison.

Meinen Auftrag der AMA Marketing in Bezug auf das AMA Gastrosiegel nehme ich wahr und kontrolliere einmal jährlich den Einkauf von Österreichischen Produkten. Bereits hier ist festzustellen, dass bevorzugt Lebens-Mittel aus der Region eingekauft werden. Nach getaner Pflicht kommt bekanntlich die Kür und der Juniorchef, Herr Florian Reindl reicht mir die Speisenkarte. Rasch entscheide ich mich wie folgt:

Die Leberknödelsuppe besteht aus einem großen, geschmackvollen Leberknödel. Dazu gibt es eine heiße und vor allem kräftige Rindssuppe. Diese hat einen ausgezeichneten Geschmack und das „Maggikraut“ in der Fachsprache auch Liebstöckl genannt, ist deutlich erkennbar. Diese Suppe ist ein angnehemer Speisenauftakt an diesem kühlen und regnerischen „Früh-Herbsttag“.

Als Hauptgericht erbitte ich mir das Hirschragout mit Nudeln und Preiselbeeren. Das Fleisch ist zart und weich, die Sauce von sämiger Konsistenz und von tadellosem Geschmack. Anstatt Nudeln gibt es Schupfnudeln, welche naturgemäß ebenso gut zum Wildgericht passen. Eine Spalte von der pochierten Birne und etwas Preiselbeerkompot dienen als Garnitur. Auch dieses Gericht kann mit sehr gut beurteilt werden.

Am Nebentisch sitzen zwei Jäger aus dem benachbarten Bayern. Mit einem Ohr lausche ich den Ausführungen der Beiden. Das Gespräch ist sehr interessant. Während dem ersten Weißbier erfahre ich viel über die Wildpflege und Hege, nach dem 2. Weißbier wird geschossen und nachdem die Beiden dann zum Weißwein greifen (und diesen ähnlich wie Weißbier trinken) nehmen die erlegten Tiere die Größe von Elefanten ein. Ich wusste bis zu diesem Tag nicht, dass im Karwendelgebiet Großwildjagd möglich ist. Aber diese Diskussionen machen eben auch ein Tiroler Wirtshaus so Lebens- und liebenswert. Es war wiederum sehr angenehm bei Familie Reindl.

Mittwoch, 10. September 2014

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