Besuchsbericht Angerer Alm // St. Johann vom 17.07.2014


Aus Zeitmangel mache ich mich leider mit dem Auto auf den Weg nach St. Johann, um der engagierten Wirtin, Frau Annemarie Foidl meine jährliche Aufwartung zu machen. Es ist eine Schande, dass mir nicht mindestens einen Tag lang Zeit nehme, um eine Wanderung zu machen um mich an den ausgezeichneten Gastronomischen Leistungen der Angerer Alm zu erfreuen - aber leider, die Zeit!

Seit nunmehr 9 Jahren kenne ich dieses Tiroler Wirtshaus von Annemarie und stets war es ein angenehmes Erlebnis, bei ihr meinen jährlichen Beraterbesuch zu absolvieren. Aber in diesem Jahr sollte es noch besser kommen. – Nun aber der Reihe nach:

„Ja natürlich mache ich dir die Schranke auf“ teilt mir die Chefin des Hauses am Telefon mit. Und so treffe ich zur frühen Mittagszeit bei der Angerer Alm ein. Alles ist bestens arrangiert, die Terrasse ist sauber und wirklich einladend eingedeckt. Annemarie begrüßt mich freundlichst und empfängt mich gewohnt herzlich. Sie verabschiedet noch einige Hausgäste, welche einige Tage in der Angerer Alm gewohnt haben. Ich nehme auf der Terrasse Platz und betrachte die herrliche Lage und Aussicht. Selten gibt es schönere Betriebe und Lagen als eben hier auf den Almen am Kitzbüheler Horn.

Alsbald gesellt sich Annemarie zu mir. Wir unterhalten uns über ihren Betrieb, den Saisonverlauf und natürlich auch über die Kulinarik. Stolz erzählt sie mir, dass die Tochter Katharina nun mit ihrem Freund Gerald in der Küche arbeitet. Bereits früher habe ich von Gästen vernommen, dass die Qualität der Küche in der Angerer Alm eine sehr gute sei. Annemarie meint, dies ist besonders auch dem Küchenchef und Partner von Katharina, Herrn Gerald Weiss zu verdanken ist.

Mit Staunen erfahre ich, dass er aus der Steiermark kommt und konkret aus Feldbach stammt. Ich selbst habe dort eine kleine Landwirtschaft erworben und so kenne ich diese wunderschöne Region (das Vulkanland) sehr gut.

Ich möchte an diesem herrlich warmen Sommertag nicht zu viel essen und so bitte ich Annemarie um die St. Johanner Festtagssuppe. Es handelt sich um eine klare Rindssuppe mit einem Tiroler Knödel, einem Kaspressknödel, Suppennudeln, einem Grießnockerl und in kleine Würfel geschnittenes Gemüse. Die Suppe ist wohlschmeckend, die Einlagen sind unisono von sehr guter Qualität.


Dies trifft auch auf das Krenpanacotta mit Erdbeeren zu. Eine interessante Komposition, welche mich neugierig macht. In einem Einmachglas bekomme ich eine vorzügliche, „gebrannte Krem“ mit einem tatsächlich leichten Krengeschmack. Die marinierten Erdbeeren harmonieren erstaunlicherweise sehr gut mit dem Meerrettich. Diese Kreation stammt ganz offensichtlich von einem „Steirer“.

Alsbald lerne ich die adrette Juniorchefin Katharina kennen (eigentlich kenne ich sie flüchtig schon seit einigen Jahren). Sowie den Küchenchef, Herrn Gerald Weiss. Er ist offensichtlich ein hervorragender Fachmann, der sein Handwerk versteht. Wir unterhalten uns einige Zeit über die Küche und diverse Zubereitungsweisen. Es macht mich sehr froh, wenn junge, engagierte und wirklich tüchtige Fachleute in einem Traditionsbetrieb wie die Angerer Alm tätig sind. Ich bin mir sicher, dass die Beiden noch Großes leisten werden.

Was mir noch besonders gut gefallen hat:

- Die allgemeine Sauberkeit, Ordnung und Hygiene
- Die hübschen Blumentöpfen auf den Tischen mit der Tischnummern
- Die attraktiven Toilette – Anlagen mit den wirklich ansprechenden Handwaschbecken
- Die unzähligen Auszeichnungen von Frau Annemarie Foidl
- Der herrliche, hausgemachte Flieder- und Hollundersaft
- Der prachtvolle Blumenschmuck auf den Balkonen und Fenstersims
- Das angenehme Gespräch mit Annemarie, Katharina und Gerald
- Uvm.

Das Tiroler Ausflugswirtshaus „Angerer Alm“ kann ich jedermann wärmstens empfehlen. Es war höchst angenehm bei den Wirtsleuten. Nicht nur die Lage, die Aussicht, das Ambiente und die Kulinarik machen einen Aufenthalt zum besonderen Erlebnis. Es ist vor allem die Herzlichkeit und die tadellose Dienstleistungsqualität, welche einen Besuch der Angerer Alm auf 1300 Meter so angenehm machen. „Almhütte mit Bedienung“ steht bescheiden auf einer Tafel an der Hauswand geschrieben – aber welche, denke ich bei mir.

Der Familie wünsche ich weiterhin Gesundheit und gute Geschäfte. Schon heute freue ich mich auf meinen Besuch im Jahr 2015.

17. Juli 2014
Ernst Schmiedhuber

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