Besuchsbericht // Gasthof Nester, Stumm i. Zillertal vom 21.03.2013

Drei Männer aus dem Zillertal betreten die Stuben und werden von Frau Andrea freundlichst begrüßt. Man kennt sich und unverzüglich beginnt ein lebhaftes Gespräch. Nachdem die wichtigsten Neuigkeiten in Kürze ausgetauscht waren, bekommen die Herren die Speisenkarte und Andrea serviert ihnen nach einer angemessen, kurzer Wartezeit ihr Mittagessen. Der Älteste davon ist 89 Jahre alt und genießt sein Schnitzel sowie ein, zwei Gläschen Rotwein in vollen Zügen. Diese Gäste „bekritteln“, dass der Kartoffelsalat in einem extra Schüsserl serviert wird. -Kennen wir so nicht, daher mögen wir das auch nicht-. Natürlich ist Andrea voll des Verständnisses und „löffelt“ den drei Herren den Kartoffelsalat auf den Schnitzelteller. Ein Schauspiel von besonderer Qualität. Die Herren sind hochzufrieden und verspeisen ihr Schnitzel genussvoll.

Andrea erklärt mir später, dass die drei Gäste mit „zillertalerischer“ Pünktlichkeit alle 2 Monate zum „Nester“ kommen, um sich über die letzten Neuigkeiten aus dem Tal zu informieren. Andrea berichtet dann ausführlich über allerlei Begebenheiten und alle sind zufrieden.

Kurz nach meinem Eintreffen kommt Georg jun. zu mir an den Tisch und wir haben, wie schon in den letzten Jahren, ein freundliches Gespräch. Ich schätze den jungen Gastronom sehr, weil er für mich zur nachfolgenden Generation mit hohem handwerklichen Können, bester Ausbildung, Kreativität und Unternehmergeist gehört. Im letzten halben Jahr wurden massive Umbaumaßnahmen durchgeführt, welche sowohl bei Georg jun. als auch bei seiner tüchtigen Mutter Frau Monika, wie auch bei seinem nicht minder aktiven Vater, Herrn Georg Hauser sen. deutliche Spuren hinterlassen haben. Mein Angebot lautete daher, dass ich jedem ein paar Kilos von mir als immerwährende Leihgabe zur Verfügung stellen könnte, jedoch wollte auf dieses gut gemeinte Angebot keiner so recht einsteigen. –Eigentlich Schade.

Nachdem ich mich mit Georg jun. ausgiebig über diverse Belange des Betriebes unterhalten habe, erbitte ich mir das Backhendl ohne Knochen und in Butter goldgelb gebacken. Es dauert nicht lange und ich bekomme einen großen Salatteller, mit diversen Blattsalaten, Linsensalat, Scheiben von der gekochten Karotte, Gurken, Weißkraut und weißem Radi. Die Salate sind sehr gut mariniert, dazu gibt es drei saftige und zarte, gebackene Hendlstücke. Die Qualität dieses Hauptgerichtes verdient das Prädikat: „ausgezeichnet“.

Im Gasthof „Nester“ gefällt mir das angenehme Ambiente. Es gibt keine unnötige Musikuntermalung und eine wirklich ansprechend und attraktiv gestaltete Speisenkarte. Die Familie Hauser ist vorbildlich um das Wohl ihrer Gäste bemüht. Sowohl Georg sen. als auch Mutter Monika und Georg jun. sind ständig im Betrieb im Einsatz und betreuen nebenher die hauseigene Metzgerei. Von Georg jun. erfahre ich, dass es noch weitere Umbaupläne gibt. Dazu wünsche ich der Familie Hauser die dazu notwendige Energie und Gesundheit. Auf meinen nächsten Besuch freue ich mich schon heute.

Donnerstag, 21. März 2013 Ernst Schmiedhuber

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