Besuchsbericht // Traditionsgasthaus Riese Haymon, Innsbruck vom 14.02.2013

Um 9.40 Uhr treffe ich im Gasthaus Riese Haymon ein um die jährliche Überprüfung des AMA Herkunftssicherungssystems vorzunehmen. Im gesamten Haus wird geputzt, Staub gesaugt, gewischt und Ordnung gemacht, dass es eine Freude ist. Die Tochter des Hauses Frau Nicole empfängt mich freundlich und ich darf mich mit meinem „Equipment“ an einem freien Tisch ausbreiten. Seit Jahren ist der Chef des Hauses, Herr Fritz Marx bemüht heimische Produzenten zu finden welche in der Lage sind, durchgehend tadellose Qualität zu liefern. Einige Bauern aus der Region tun dies bereits, dies findet sich als wohlschmeckendes Ergebnis auf dem Teller wieder.

Ich habe die Gelegenheit die Küche und die Lagerräume zu inspizieren und darf feststellen, dass die Bevorratung im „Hause Marx“ eine hervorragende ist. Man erkennt deutlich die Handschrift von Profis und ich weiß dass Vater und Tochter in der Küche perfekt zusammen arbeiten und harmonisch kooperieren. Nach erfolgter Pflicht nehme ich an einem Tisch im Schankbereich Platz. Ich mag es gerne, wenn ich einen Überblick über das geschäftige Treiben habe. Es ist viel zu tun, alle Stuben sind sehr gut reserviert bzw. bereits vollständig ausgelastet. In der Speisenkarte fällt mir das Menü 2 ins Auge.

Es gibt als Tagessuppe eine Kürbiscremesuppe. Diese wird mir in einer sehr hübschen Suppentasse mit einer dazu passenden, adretten Untertasse gereicht. Die Suppe hat einen vorzüglichen Geschmack, eine tadellose Konsistenz und wird mit frischem Schnittlauch verfeinert. Besonders gefallen mir jedoch die Schweinsrouladen, welche mit Bergkäse und Speck gefüllt wurden. Dazu gibt es Kartoffelpüree. Die Schweinsroulade hat ja grundsätzlich die Tendenz relativ rasch trocken zu werden. Nicht jedoch im Riese Haymon. Sie ist saftig, das Fleisch ist zart und weich. Die Roulade wurde schräg halbiert und optisch ansprechend auf dem Teller drapiert. Dazu serviert man ein gutes, wohlschmeckendes, leicht gebundenes Natursaft’l und wie schon erwähnt ein tadelloses Püree mit frischen, hausgemachten Röstzwiebeln. Immer wieder stelle ich fest, dass in sehr guten Tiroler Wirtshäusern (und dazu zähle ich den Riese Haymon) auch für die Arbeiter zur Mittagszeit preiswerte Gerichte angeboten werden. Es sind zahlreiche Gäste in Arbeitskleidung (sprich im „Blauzeug“) zugegen sowie auch jene mit Anzug und Krawatte. Mein Eindruck ist, dass alle Gäste sehr zufrieden mit der gebotenen Leistung sind. Nachdem Herr Fritz Marx nach einem gesundheitlichen Problem wieder voll im Betrieb steht hat man sich entschlossen, doch auf eine 5-Tage-Woche umzustellen. Somit ist ab sofort Sonntag und Montag geschlossen.

Ich finde diese Regelung sehr gut, denn „Insider“ wissen und verstehen wie hart dieses Geschäft ist. Vor allem dann, wenn man es jahrzehntelang betreibt. Es sind ja an 5 Arbeitstagen noch immer 60-70 Stunden pro Woche und das sollte auch für Unternehmer ausreichend sein. Besonders gefällt mir jedoch die Tatsache, dass die Standard-Speisenkarte vom Umfang etwas reduziert wurde. Über die zusätzlich angebotene Tageskarte gewinnt man die nötige Flexibilität und hat den Finger am Puls saisonaler Produkte. Frische und tadellose Qualität sind bei Familie Marx ohnehin Credo, mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. Der Familie wünsche ich weiterhin Erfolg und die dazu nötige Gesundheit.


Donnerstag, 14. Februar 2013 Ernst Schmiedhuber

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