Besuchsbericht // Gasthof Inntal KG, Unterperfuss vom 07.02.2013

Aus Fachkreisen vernehme ich, dass Herr Josef Lindner jun. wieder zurück und im elterlichen Betrieb tätig ist. Aus den Printmedien entnehme ich, dass er inzwischen die Küchenmeister Prüfung mit großem Erfolg absolviert hat und sich zu den jüngsten Küchenmeistern Österreichs zählen darf. Mich freut beides, zählt doch Josef für mich zu jenen jungen Könnern, welche mit großem Elan und erstaunlicher Kreativität ihrer Berufung nachgehen.

So war es auch an diesem Tag. Nachdem ich die jährliche Kontrolle zum AMA Herkunftssicherungs-System durchzuführen hatte sah ich im Kühlraum unter anderem frische Milz. Daher war es beinahe logisch, nach erfolgter Pflicht die klare Rindssuppe mit Milzschnitten zu wählen. In einer Milchkanne reichte mir Frau Elfriede eine heiße, geschmackvolle und nach reichlich Wurzelgemüse duftende Rindssuppe. In einem überdimensionalen Suppenteller zählte ich 10 Stück Milzschnitten. Weiters gab es etwas Kresse. Sowohl die Suppe wie auch die Einlage mundeten ganz hervorragend.

Als kleines Zwischengericht bzw. als Gruß aus der Küche lies mir Josef jun. eine Frühlingslachsrolle mit knackigen Gemüsestreifen servieren. Dieses Gericht war auf einer Schieferplatte drapiert. Dazu gab es etwas Sojasauce und Chili. – Spätestens hier war klar, dass ein Könner am Werk ist. Sowohl die Zubereitung wie auch die Präsentation verdienen ein „ausgezeichnet“.

Obwohl es nicht auf der Karte stand empfahl mir Frau Elfriede die hausgemachten Nudeln mit Scampi und frischem Lachs. Nachdem ich in den Tiroler Wirtshäusern ja meistens Tiroler Gerichte bestelle nahm ich an diesem Tag die Empfehlung von der freundlichen und umsichtigen Service-Mitarbeiterin gerne an. Die Nudeln waren tadellos gekocht, das Stück vom Lachs sekundengenau gebraten und das Scampi am Spießchen noch leicht glasig. – PERFEKT!

Josef Lindner ist nicht nur ein ausgezeichneter Koch sondern auch ein sympathischer und kluger Mann. Es gibt noch große Pläne mit dem Gasthof Inntal. Mich freut es für die unzähligen Gäste des Hauses. Denn sowohl Gäste mit Anzug und Krawatte sowie im „Blauzeug“ werden bestens betreut.

So auch jene drei (sehr) älteren Damen welche sich unbedingt an einem Tisch mit zwei Plätzen niederlassen wollten. Schlussendlich schaffte es Frau Elfriede doch, ihnen einen größeren Tisch nebst meinem mit ausreichend Platz schmackhaft zu machen. Die Diskussion über die (sehr) früheren Zeiten war wirklich köstlich und ob die normale Portion vom Kalbsbeuschel nicht doch zu groß sei. Aber das ist dann doch eine andere Geschichte.

Donnerstag, 7. Februar 2013 Ernst Schmiedhuber

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