Besuchsbericht Gasthof Nester/Stumm i.Z. vom 08.05.2009

Am Telefon bestätigt mir Herr Georg Hauser sen. dass der Betrieb am Freitag geöffnet und der Sohn Georg Junior im Einsatz ist. Dies ist für mich der Grund, den obligatorischen Jahresbesuch vorzunehmen und Familie Hauser im schönen Zillertal zu besuchen. Es ist ein warmer Frühlingstag und ich nehme auf der hübsch gestalteten Terrasse Platz. Große Kastanienbäume spenden Schatten, die Tische sind ordentlich gedeckt und alles ist sauber arrangiert.

Service – Ambiente - Tirolnote

Eine junge Dame, welche ich im Gasthaus noch nie gesehen habe, kümmert sich um die anwesenden Gäste und um mich. Es ist Frau Ursula, die Tochter des Hauses und zudem die Schwester von Georg. Sie reicht mir die überaus hübsch gestaltete Speisenkarte. Sowohl die Ausführung derselben wie auch das Angebot begeistern mich immer wieder auf das Neue.

Kulinarik

Bald nach meiner Getränkebestellung bekomme ich ein Gedeck in Form von selbstgemachtem Brot und einem Grammel Schmalz. Das Brot schmeckt ausgezeichnet, das Schmalz ist ein Genuss. Als Auftakt wähle ich eine kleine Tasse Spargelcrèmesuppe mit einer gebratenen Garnele. Die Suppe besticht sowohl durch ihren Geschmack wie auch durch ihre Konsistenz. Sie ist zudem mit dem Stabmixer frisch aufgeschäumt. Auf der Tasse liegt ein Spießchen mit zwei gebratenen Spargelstücken und einer Garnele. Die Spargelstücke in der Suppe sind auf den Punkt gegart. Diese Suppe ist eine Köstlichkeit!

Das „Zweierlei vom Fleckviehrindl“ wähle ich als Hauptgang. Es handelt sich um ein geschmortes Wangerl in der Burgundersoße mit Topfen-Bärlauch Tascherl und Gulasch von der Wade mit Erdäpfel-Blattl’n. Dem Gasthaus ist die Metzgerei angeschlossen. Ich weiß, dass hier herausragendes Fleisch von Tieren aus der Region verarbeitet wird. So ist es auch dieses Mal. Die Wangerl sind butterweich und wohlschmeckend.

Die Rotweinsauce perfekt im Geschmack und zudem ist sie von sämigem Glanz. Als Beilage dazu reicht Georg zwei Topfen-Bärlauch Tascherl. Sowohl der Teig wie auch die Fülle sind sehr gut. Eine Scheibe von der Rindswade ist als Gulasch zubereitet. Wiederum ist es die herausragende Fleisch-Qualität, welche mich vollends überzeugt. Dazu gibt es Erdäpfelblattl’n und eine Stange vom grünen sowie zwei Stangen vom weißen Spargel. Ein Salbeiblatt dient als Garnitur und fertig ist dieses hervorragende Hauptgericht. Am Vortag hatte ich noch ein Gespräch mit einem Kollegen, Herrn Hannes Hell vom Metzgerwirt. Er erzählte mit höchsten Tönen von Georg Hauser Junior.

Dies ist ein besonderes Lob, welchem ich mich nur anschließen kann. Für mich ist Georg einer jener jungen Talente, welche sicher noch viel von sich hören lassen werden. Am Küchentisch der Familie durfte ich Platz nehmen und ich bekam einen delikaten Rhabarber-Erdbeerkuchen, welche die Chefin selbst zubereitet hat. Ein krönender Abschluss zum opulenten Mal

Zusammenfassung und Anregungen

Mit den Wirtsleuten hatte ich noch ein anregendes und interessantes Gespräch am Familientisch in der Küche.
Was mir besonders gefallen hat:
• Die saubere und übersichtliche Gestaltungsweise der Speisenkarte
• Die ausgezeichnete Qualität aus der Küche
• Die Kommentare vom Nebentisch wie: „ausgezeichnet, guat wars“.
• Der aufmerksame Service durch Frau Ursula

Das Qualitätssiegel der Tiroler Wirtshauskultur von 2009 habe ich den Wirtsleuten gerne und direkt überreicht. Am AMA Herkunfts-Sicherungssystem wird teilgenommen.

Ernst Schmiedhuber
11. Mai 2009

PS Dem Gasthaus Nester wünsche ich, dass dem talentierten und tüchtigen Georg Junior jener Freiraum geschaffen wird, dass er sich frei entfalten kann und somit auch weiterhin viel Freude an seinem Beruf (Berufung) hat.

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