Besuchsbericht // Angerer Alm, St. Johann in Tirol vom 12.07.2010

Vor jedem Besuch bei der kreativen Wirtin der Angerer Alm, Frau Annemarie Foidl freue ich mich vor allem auch auf das interessante Gespräch mit ihr.

Immer bin ich gespannt und neugierig, welche Ideen sie wieder umgesetzt hat. Schon beim Eintreffen bewundere ich den neu angelegten Kräutergarten. Sie pflegt die Kultur der Wildkräuter mit einer Intensität, wie man sie sonst eher selten erlebt. Sollten Gäste nach einer weiteren Wanderung und gebührender Bewunderung des Gartens müde sein, dann können sie sich bei Annemarie im Strandkorb ausruhen. – Auf der Alm!

Vor 200 Jahre war die „Angerer Alm“ der höchstgelegene Bergbauerhof in St. Johann, heute handelt es sich um den Geheimtipp für Genießer. Alles ist ein wenig anders als es sonst üblich ist. Gastlichkeit, traditionelle Romantik, Alpenflair, wohlfühlen, - so wird der Gasthof beschrieben und so es auch.

Die bodenständige traditionelle Küche mit regionalen Produkten, welche zum Teil aus der eigenen Landwirtschaft stammen, zeichnet den Betrieb aus.

Wie bereits vor einem Jahr lasse ich mich vom Koch und seinen Künsten überzeugen. Es gibt auf einer quadratischen Schiefertafel kleine Schälchen mit Salz: Irish rock salt, Pakistanisches Gewürzsalz mit starkem Schwefelgeschmack, Bad Ischler, Himalaya Salz, Rotes und schwarzes Salz von Hawaii und hausgemachtes Brennessel Salz. In weiteren vier Töpfchen befinden sich Aufstriche von Kürbiskernen, Wildkräuter, Tomaten und Kren. Dazu serviert mir die Tochter des Hauses Topf- und Blumenbrot. Ein besonderes, kulinarisches Erlebnis von der besonderen „Alm“.

Die Brennessel Suppe wird mir in einem attraktiven, quadratischen Porzellan-Teller gereicht. Die Konsistenz und der Geschmack sind überzeugend, die Einlage aus Blätterteig, Speck und der schwarzen Nudel ebenso.

Weiters wird mir, wiederum auf einer Schiefertafel, ein Blunznstrudel auf Apfelcarpaccio serviert. Zusätzlich gibt es ein Filet von der geräucherten Forelle auf Eierschwammerl und Wildkräuter. Die Symbiose ist gut, die Optik ist ausgezeichnet.

Als süßen Abschluss gibt es noch ein Hollunderblütenparfait mit Spalten von der Nektarine, Erdbeeren und Trauben. Sowohl die Qualität der Speisen, vor allem aber die optische Präsentation sind überraschend und überzeugend.

Mit der Wirtin hatte ich noch ein ausführliches Gespräch. Mich erstaunen immer wieder ihre Kreativität und vor allem ihr Elan.

Die Qualitätsmarke der Tiroler Wirtshauskultur für das Jahr 2010 sowie die Urkunde des Vereins für die nächsten fünf Jahre habe ich Annemarie direkt und gerne überreicht.

Ernst Schmiedhuber, am Montag, den 12. Juli 2010

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