Besuchsbericht // Hotel zur Post, Alpbach vom 07.06.2010

Es ist schon erfreulich und erstaunlich zugleich, wie sich die Qualität in einem Tiroler Wirtshaus konsequent weiter entwickeln kann. Die Anregung in meinem letzten Besuchsbericht vom Jahr 2009 wurde umgesetzt und die Speisenkarte präsentiert sich mir in einem gefälligen Format, tadellos sauber, übersichtlich geschrieben sowie gut lesbar. Das Angebot ist ausgewogen und abwechslungsreich.

Das Ambiente im Allgemeinen ist sehr einladend. Die Stuben, der öffentliche Bereich sowie die Toilette-Anlagen sind sehr gepflegt, alles ist blitzsauber und in einem hygienisch einwandfreien Zustand. Besonders auch die Tischkultur gefällt mir ob der Schlichtheit. Die Menagen sind sauber und aufgefüllt, der Blumenschmuck ist aktuell und adrett.

Herrn BALAZS LAKATOS (Bali) kenne und schätze ich noch vom letzten Jahr. Er ist freundlich, ausgesucht höflich, umsichtig und fachlich ohne Tadel.

Die Frittatensuppe wird mir in einer hübschen, weißen Porzellantasse serviert. Die klare Suppe ist heiß, von schöner Farbe und wohlschmeckend. Die Frittaten sind hausgemacht und von guter Qualität. Frischer Schnittlauch rundet den österreichischen Suppenklassiker perfekt ab.

Als Hauptgericht wähle ich die „hausgemachten“ Kartoffelpuffer mit Blattspinat und gebratenen Pilzen. Auf einem ovalen, wiederum sehr hübschen Porzellanteller bekomme ich vier gebackene Kartoffelpuffer. Zwischen den „Puffer“ finde ich einen auf biss gegarten, geschmackvollen Blattspinat. Die gebratenen Pilze präsentieren sich mir als Champignons, die Rahmsauce ist leicht gebunden und von sämiger Konsistenz. Als Garnitur gibt es noch einige halbe Kirschtomaten.

Als süßen Abschluss empfiehlt mir Herr Bali das hausgemachte Schokoladenparfait mit Sauerkirschen und Sauerrahm-Eis. Drei Scheiben vom Parfait sind auf einer dreieckigen Porzellanplatte drapiert, das Sauerrahmeis ist von ausgezeichneter Qualität und leicht schmelzend. Reichlich garniert ist diese Süßspeise mit Sauerkirschen, zwei halben Erdbeeren, Apfelscheiben, zwei Kiwi scheiben sowie einer Spalte von der Melone und ein Minze-Sträußchen. Auch hier überzeugt mich sowohl die Zubereitungs- wie auch die Anrichteweise.

Die Küchenqualität im Hotel zur Post kann erneut mit sehr gut beschrieben werden. Die Servicequalität entspricht diesem Attribut so wie auch im letzten Jahr.

Mit dem Chef des Hauses, Herrn Johann Hausberger hatte ich noch ein freundliches und umfassendes Gespräch. Die Qualitätsmarke der Tiroler Wirtshauskultur für das Jahr 2010 habe ich ihm gerne und direkt überreicht, ebenso die Urkunde des Vereins für die nächsten fünf Jahre. Am AMA Herkunfts-Sicherungssystem wird teilgenommen

Als Anregung habe ich noch anzubringen: wo „hausgemacht“ draufsteht, muss auch „hausgemacht“ auf dem Teller sein (siehe Kartoffel-Puffer). Einige wenige gebratene Champignons verdienen noch keine Bezeichnung wie: „mit gebratenen Pilzen“.


Ernst Schmiedhuber, am Montag, den 7. Juni 2010

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