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Besuchsbericht Landgasthof Adler // Hinterhornbach vom 19.05.2010

Allgemeines

Die Anreise von ca. 180 km ab Wörgl ist schon ein wenig mühsam. Aber die Fahrt über den Fernpass, dann weiter durch das Lechtal und vor allem aber in das wunderschöne Seitental nach Hinterhornbach ist eine Reise wert. Ein wildromantischer Traum tut sich dem Gast auf und das atemberaubende Bergpanorama entschädigt bei Weitem die lange Autofahrt. Nachdem der Juniorchef Herr Christoph Eisnecker vor ca. 2 Jahren den Betrieb von seinen Eltern übernommen hat freue ich mich schon auf meinen Besuch bei der engagierten Wirtefamilie.

Service – Ambiente - Tirolnote

Noch ist es wetterbedingt ruhig im schönen Tal, dennoch ist der Betrieb auf die kommende Sommersaison bestens vorbereitet. Alles ist sauber und ordentlich arrangiert, besonders gefällt mir die gekonnte, und dem Stil des Hauses perfekt angepasste Dekoration. Es grenzt an Kunst, welch wunderbare, ländlich-bäuerliche Dekor Elemente Frau Monika Eisnecker zustande bringt. Für die verschiedenen, kulinarischen Themen des Jahres gibt es jeweils die passende Dekoration. Ob Fisch, Käse, Wild, immer ist dem Anlass entsprechend dekoriert. Die Tischkultur ist schlicht gehalten aber tadellos. Die Speisenkarte ist in der Zwischensaison noch nicht zu umfangreich, was mich besonders freut.
Kulinarik

Die Speckknödelsuppe wird in einem kleinen braun-weißen Suppentopf serviert. Die Suppe ist heiß, von schöner Farbe und kräftig im Geschmack. Der Speckknödel ist eher groß dimensioniert, flaumig (weil ohne Mehl zubereitet), von sehr guter Konsistenz und ebenso gutem Geschmack. Mit frischem Schnittlauch wird dieser Tiroler Suppenklassiker perfektioniert.

Auf Empfehlung des Juniorchefs wähle ich das hausgemachte Hirschragout (vom Neader Hirsch) mit Eierspätzle, Kartoffelkroketten, Rosenkohl mit Speckflocken und Preiselbeer-Garnitur.

Das Fleisch ist weich und saftig, die Sauce von guter Konsistenz, geschmackvoll und mit reichlich Rahm verfeinert. Die Spätzle sind hausgemacht und perfekt zubereitet, die Zapfenkroketten stammen wohl aus der Convenience-Abteilung (was mich aber nicht stört, weil inzwischen allgemein üblich), der Rosenkohl ist wiederum perfekt gegart und mit feinen Würfeln vom Bauchspeck geschwenkt (der Speck stammt aus der hauseigenen Schlachterei). Etwa Preiselbeeren runden das ausgezeichnete Wildgericht tadellos ab.

Während der Wintersaison kocht Christoph in einem renommierten Betrieb im Tannheimer Tal. Schon mehrmals sind mir seine Qualitäten als Spitzenkoch zu Ohren gekommen. Im Sommer profitieren davon seine Gäste im Landgasthof Adler in Hinterhornbach.

Die Küchen wie auch die Dienstleistungsqualität der Familie Eisnecker kann mit sehr gut beschrieben werden. Der Weg nach Hinterhornbach ist empfehlenswert und lohnt sich allemal.

Zusammenfassung und Empfehlung

Mit den Wirtsleuten hatte ich noch ein längeres und freundliches Gespräch. Das Gütesiegel der Tiroler Wirtshauskultur für das Jahr 2010 habe ich ihnen direkt und gerne überreicht, ebenso die Urkunde des Vereins für die nächsten fünf Jahre. Am AMA Herkunfts-Sicherungssystem wird teilgenommen.

Ernst Schmiedhuber
Mittwoch, 19. Mai 2010

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