Besuchsbericht Wirtshaus Rohrerhof // Kramsach Höfemuseum vom 21.05.2019

Auf den Spuren unseres ursprünglichen Tiroler Bauernwesens im Freilichtmuseum Tiroler Bauernhöfe, könnte es wohl besser nicht sein, dass dort ein so wunderschönes urtypisches Tiroler Wirtshaus der „ROHRERHOF“ steht. Eine alte Tradition wird mit Sorgfalt gelebt und so lebendig sichtbar und schmackhaft gemacht. Die Temperaturen waren an diesem etwas verregneten Tag nicht danach, um auf der einladenden Terrasse unter den noch lichten Weinlauben vor dem Rohrerhof Platz zu nehmen. Wir, meine Schwester Monika und ich, waren deshalb sehr froh, dass wir an einem schön gedeckten Tisch in einer der urigen Bauernstuben Platz nehmen konnten. Die Werkstatt der Bauernsleute war es einstmals, das erfuhren wir in einem äußerst interessanten Gespräch mit den Wirtsleuten über die Geschichte dieses wunderschönen Erbes der Familie Graml-Senn. Altes, schön-besticktes Bauernleinen und ein so liebevoller Tischschmuck zieren diesen Raum. Auch die weiteren holzgetäfelten Stuben, die ebenfalls einen ehrwürdigen Charakter versprühen, sind in ihrem ursprünglichen Stil erhalten und passend dekoriert. Überaus herzlich wurden wir von Karin, der netten Servicedame, begrüßt und auch bedient. Die Speisekarte spiegelt den Charakter dieses Wirtshauses, sehr übersichtlich gestaltet und bietet ein großes Angebot regionaler Köstlichkeiten, sowie urtypischen Tiroler Süßspeisen. Monika wählte das saisonal passende„DREIERLEI vom SPINAT“. Serviert wurde diese kreative Variation von dreierlei hausgemachten Spinatgerichten auf einem schönen, edlen, weißen Teller. Die feinen Spinatschlipfkrapfen, der lockere Spinatknödel und die gebratene Spinatnocke, an reichlich Butter und würzigen Parmesan, bestreut mit frischen Gartenkräutern waren geschmacklich einfach ein Genuss. Dazu ein gemischter Salat mit zarten grünen Blattsalaten und feingehobelten und sehr gut marinieten Gemüse von Kraut und Karotten. Meine Wahl fiel auf ein traditionelles Tiroler Schmankerl, die „KASSPATZLN“. In einer Pfanne mit Stil wurde eine große Portion serviert, wie es wohl passender nicht sein konnte, in einer so urigen gemütlichen Bauernstube. Die hausgemachten Spatzln waren in der Existenz perfekt und ergaben mit dem würzigen Tiroler Bergkäse eine herrliche Speise, dazu noch den köstlichen Salatteller. Mein Vorgänger schwärmte in seinen Berichten von den so guten Striezeln. Das machte uns neugierig. Ingeborg, die Wirtin, empfahl uns eine Variation von den hausgemachten Süßspeisen „DESSERTTELLER ROHRERHOF“. Wir teilten uns diese Nachspeise und so bereitete uns Inge sehr liebevoll jeweils eine Kostprobe von den Unterinntaler Kirchtagskrapfen, gefüllt mit gedörrten Birnen, den zart lockeren Striezeln aus Gries und den gebackenen Apfelringen dazu ein köstlicher Weichselröster und ein leckeres Zimteis – ein verführerisches Gericht war diese Kreation. Ingeborg ist eine Wirtin mit Leidenschaft, sie stellt gemeinsam mit ihrem Team diese Gerichte nach alten Rezepten her. Wirklich bewundernswert ist dieses Traditionsbewusstsein von den Wirtsleuten, das sie auch mit Begeisterung an das Team vermitteln und umsetzen, denn man kann es gut beobachten mit welcher Freude auch die Mitarbeiter die Köstlichkeiten kochen und servieren. Die Wirtsleute Herr und Frau Graml-Senn nahmen sich trotz vieler Arbeit, ausreichend Zeit für ein gemeinsames Gespräch. Inge bemerkte aber auch, dass es eine große Herausforderung sei, die Ideologie zu leben, trotz steigender Auflagen und dazu bedarf es viel Kreativität. Mit großer Freude überreichte ich die neue schöne Urkunde mit dem Qualitätssiegel für das Jahr 2019 und wünschte der Familie Graml-Senn weiterhin viel Gesundheit, Glück und Freude für die Aufgaben als Tiroler Wirtsleute. 21.Mai 2019
Maria Groder

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