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Besuchsbericht Gasthof Zum Stollhofer // Inzing vom 08.06.2018

Jedes Dorf braucht ein Wirtshaus

Ob bei kirchlichen Festen, Dorf- oder Vereinsfesten, Firmen- oder Familienfeiern aller Art, es sollte an einem Ort stattfinden, wo man sich aufgehoben fühlt. Hierfür eignet sich der im Herzen von Inzing liegende „Stollhofer“ perfekt. Für Durchreisende und Einheimische ist hier ein Ort, wo das Bedürfnis nach Speis und Trank ein Genuss wird.

Schritt für Schritt hat die Familie Markt ihren Gasthof ausgebaut. Es hat schon in den frühen 1960er Jahren begonnen, als noch ein Bauernhof an den Gasthof gebunden war. Der „Pepi“, (Seniorchef) wie sie ihn hier in Inzing nennen, erzählte mir einige Geschichten von früher. Vom eigenen Schnaps brennen bis hin zur Mostproduktion mit der hauseigenen Saftpresse und den eigenen Äpfeln, die früher jeder Bauer selber verwertete, wurde alles schon durchlebt. Ja, die Zeiten ändern sich fast zu schnell, man hat nicht mehr die Zeit in die Erzeugung von Apfelsaft zu investieren. Investiert wurde, aber anders. Der Frühstücksbereich wurde vergrößert und erneuert sowie die Ausschank und der Barbereich wurden modernisiert. Schöne Innenarchitektur mit viel gediegenen Holz und Stoffmaterialien schaffen nun ein angenehmes und äußerst gemütliches Tiroler Ambiente.

Josef Markt, der Chef, erledigt die Arbeiten in der Küche und seine Mutter ist für das Wohl der Gäste in den urigen Stüberln zuständig. Das fachkundige Gespräch führten wir kurz vor dem Essen, welches mir Josef empfohlen hatte. Viele Betriebe der Tiroler Wirtshauskultur haben schon öfter gesagt, dass die Schlutzkrapfen in Tirol hausgemacht sein müssen. So wurde es mir hier wiederum bestätigt. Auf den Teller kamen zwei Krapfen gefüllt mit Graukas, zwei mit Kartoffel-Topfenfülle und zwei mit Spinatfülle. Auch die Teige waren verschieden: Vollkorn-, Roggen- und Weizenteig.

Perfekt abgeschmolzene Butter und guter Bergkäse rundeten alles harmonisch ab. Auch der gemischte Salat war ausschließlich aus frischen heimischen Produkten darunter Radieschen, Karotten, Kraut, Kartoffel und grüner Salat. Alles schmeckte hervorragend. Auch die Gäste am Nebentisch lobten das Essen in vollen Zügen. Nach einem sehr guten Willams Schnaps von der Inzinger Brennerei Draxl kostete ich noch das berühmte Steinpilz-Risotto, das ich beim nächsten Mal sicher nehmen werde.

Es war mir eine Ehre mit der engagierten Familie Markt so einen netten „Hoangascht“ gehabt zu haben und mit Stolz überreichte ich ihnen das Qualitätsgütesiegel der Tiroler Wirtshauskultur. Fazit: Sehr sauberes, gemütliches Wirtshaus mit sehr guter bodenständiger Küche und sehr freundlichem Service.

Inzing, am 08.06.2018
Johann Pichler

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