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Besuchsbericht Gasthof Schulhaus // Zellberg vom 14.09.2018

Ein regnerischer Herbsttag neigt sich dem Ende zu. Man merkt nun schon recht gut, dass der Sommer eine Pause macht. Heute führt mich die Straße auf den Zellberg zum Gasthaus Schulhaus der Familie Geisler. Es freut mich jedes Mal hierher fahren zu dürfen. Der Gasthof wird familiär geführt. Der Vater, Christian Geisler, verwöhnt im Service die Gäste, während Stefan und Mutter Geisler in der Küche kulinarische Genüsse zaubern. Es ist noch früh am Abend, als ich dort eintreffe.
Es empfängt mich Herr Christian Geisler herzlich mit einem kräftigen Händedruck. Ich nehme in der Gaststube Platz. Herr Geisler Senior reicht mir die Speisenkarte und fragt nach meinem Getränkewunsch. Die Karte ist wie ein Schulheft gestaltet, passend zum Namen des Gasthofes. Auch hier wird auf regionalen Einkauf großen Wert gelegt. Das spiegelt sich im Angebot wieder. Ganz unvermittelt kommt Stefan an meinen Tisch. Die Begrüßung ist auch hier sehr herzlich und ich kann schon vorab ein paar Sätze wechseln. Wir vereinbaren, uns später noch zu unterhalten. Nun widme ich mich wieder der Speisenkarte. Diese ist herbstlich gestaltet und auch mit einigen heimischen Gerichten versehen. Heute hat es mir die Schaumsuppe vom Muskatkürbis mit Schinkentascherln angetan. Zum Hauptgang wähle ich ein Kalbsbeuscherl. Das bestelle ich nur dann, wenn ich weiß, dass ein Könner am Herd werkt. Vorab bekomme ich verschiedene Brote und Aufstriche, die da wären: Blutwurstbrot, Rosmarin-Focaccia und Dinkelbrot, dazu Kräuteröl, Topfenaufstrich mit Speck und gesalzene Bio-Butter. Das ist schon das erste Highlight des Abends. Und auch einen außergewöhnlichen Gruß aus der Küche lasse ich mir schmecken. Einen Mini-Burger mit Bio-Rinderfilet, Trüffelmayonnaise und Zillertaler Bergkäse als Chip. So darf es weiter gehen.
Man sagt ja immer, das Auge isst mit. Hier kommt dieser Spruch vollends zur Geltung. In einem hochwertigen Steingut-Schüsselchen, das in einem noch größeren Schüsselchen stand, wurden drei hausgemachte Schinkentascherl mit Kürbiswürfel, Kürbiskernen und deren Öl serviert. Die Schaumsuppe wurde apart gereicht. Eine sehr gute Idee, um die Einlage bestmöglich präsentieren zu können. Geschmacklich war die Suppe ein Gedicht. Die Schaumsuppe dezent im Geschmack und die Schinkentascherl herzhaft gut. Diese Kombination kann ich nur weiterempfehlen. Ein perfekter Einstieg in den Herbst.
Nun, bei Beuschel-Variationen lernt man nie aus. Dieses war wieder sehr extravagant zubereitet. Normalerweise wird ein Beuschel mit dem Sud der gekochten Lunge und Herz und einer Einbrenn gemacht. Nicht bei diesem Beuschel. Die Lunge war sehr dünn geschnitten und schön weich. In Streifen geschnittenes Wurzelgemüse und Essiggurken, sowie Kapern waren mit dabei. Der große Unterschied war die Sauce. Diese war bodenbedeckt in einer wiederum sehr dekorativen Steingut-Schüssel angegossen und nur leicht gebunden. Begleitet wurde das Gericht mit drei kleinen Semmelknödeln. Geschmacklich war es ausgezeichnet und begeisterte mich auch darum, weil alle Komponenten wunderbar miteinander harmonierten und es eine gewisse Leichtigkeit hatte. Stefan, das ist der gewisse Unterschied zur herkömmlichen „Schulkochweise“. Da kann ich nur die Note Eins vergeben. Ein Dessert darf nach diesem wunderbaren Essen nicht fehlen. Eine Schokoladen-Tarte mit Sauerrahmeis und eingelegten Birnen soll der krönende Abschluss sein. Das Dessert war der Kracher. Die Tarte war pure Schokolade mit Nougat und Sahne auf einem hauchdünnen Mürbteigboden. Begleitet wurde es mit Sauerrahm- und Kakaoeis. Die Ingwer-Birne vervollständigte dieses Meisterwerk.
Stefan Geisler hat noch die versprochene Zeit mit mir zu plaudern. Wir gehen auch in die Küche, damit ich mich auch bei Frau Geisler zu diesem gelungenen Abend bedanken darf. Es hat mir heute wieder sehr viel Freude bereitet, bei dieser engagierten Familie, die mit viel Herzblut die Wünsche der Gäste in die Tiroler Küche mit einem guten Schuss Moderne einfließen lassen, sein zu dürfen. Das Schulhaus kann ich nur wärmstens empfehlen. Ich bedankte mich für die Gastfreundschaft und überreichte Stefan Geisler gerne das Qualitätssiegel für das Jahr 2018. Ich freue mich schon auf den nächsten Besuch.
Freitag, 14.September 2018

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