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Besuchsbericht Gourmetwirtshaus Tiroler Hof // Kufstein vom 24.05.2018

Es ist noch früh am Abend als ich in Kufstein eintreffe. Mein Weg führt mich ins Gourmetwirtshaus Tiroler Hof der Familie Fahringer. Bei der Anfahrt zum Wirtshaus erblicke ich eine große Baustelle. Hier werden Mietwohnungen gebaut. Das könnten wieder ein paar Stammgäste mehr werden. Als ich das Haus betrete, werde ich vom Hausherrn begrüßt. Ich bin ein wenig erstaunt, dass Fritz Fahringer nicht in der Küche steht, sondern im Service die Gäste betreut. Auf meine Nachfrage lacht Fritz und sagt, dass nun die Tochter Viktoria mit 20 Jahren das Zepter in der Küche hält. Ich wusste ja, dass Viktoria sehr engagiert in der Küche gewerkt hat. Doch nun hat der augenscheinliche Generationen-Wechsel in der Küche Einzug gehalten. Das freut mich außerordentlich. Da bin ich heute aber sehr gespannt.

Fritz Fahringer reicht mir die Speisenkarte und die Wochenmenükarte und zählt noch einige Tagesempfehlungen auf. Bei Durchsicht der Karte, wird die Handschrift der neuen Küchen-Fee ersichtlich. Viktoria Fahringer bevorzugt die leichte Küche. Doch auch einige Wirtshaus-Klassiker finden sich in der schön und strukturiert gestalteten Karte. Ich entscheide mich zum Einen für die Empfehlung, Reh-Schmor-Topf mit Servietten-Knödel und Rotkraut und zur Vorspeise eine Bärlauchcreme-Suppe.

Nach kurzer Wartezeit wird die Suppe serviert. In einem sehr hochwertigen schwarzen Suppenteller erblicke ich die leuchtend grüne Creme-Suppe. Eine Sesam-Stange mit Rohschinken umwickelt wird appart gereicht. Diese passt sehr gut zum kräftigen typischen Geschmack des Bärlauchs. Eine Sahnehaube vervollständigt die Suppe, die hervorragend mundet. Das Spiel zwischen Salz, Bärlauch und dem Rohschinken-Stangerl macht Lust auf Mehr. Das hat doch schon gut angefangen und ich freue mich schon auf den Hauptgang.
Der Schmortopf vom Reh wird wiederum auf einem wunderschönen Keramik-Teller serviert. Hier möchte ich auch anmerken, dass die Familie Fahringer mit dem Wechsel in der Küche auch das Geschirr der Kreativität von Viktoria angepasst hat. So kann das Gericht noch mehr auf den Gast wirken. Doch wieder zurück zur Kulinarik. Der Schmortopf wurde mit zwei Scheiben Serviettenknödel begleitet. Das Rotkraut wurde in einem Schüsselchen gereicht. Das hat mir gut gefallen, denn dadurch bleibt der Geschmack der Sauce bis zum Schluss erhalten. Und ja, diese Sauce hatte es in sich. Optisch wirkte sie etwas hell, doch geschmacklich war das eine Bombe. Hier wurde vortrefflich mit den Gewürzen gespielt. Auch etwas Schokolade wurde eingearbeitet. Das Fleisch war weich und hatte doch noch etwas Biss. Der Servietten-Knödel war flaumig und das Rotkraut naturbelassen und Gott sei Dank nicht zu süß. In Summe war das ein wunderbares Gericht.

Mittlerweile hat sich auch Frau Fahringer zu mir gesellt. Die Begrüßung war sehr herzlich. Ihr war der Stolz auf die Tochter schon von Weitem anzusehen. Dieser Stolz ist auch berechtigt. Man merkt, dass Viktoria mit Liebe und Herzblut kocht. Frau Fahringer erzählt mir auch, dass im Bereich der Patisserie einiges passiert ist. Ich sollte mich davon überzeugen lassen. So ergab ich mich und ließ mich überraschen. Was soll ich sagen, das Dessert war eine Skulptur. Zwei Mürbteigringe wurden mit einer Himbeer-Ganache gefüllt, hochkant auf ein Bett von Sauerrahm-Creme gesetzt und mit einigen frischen Beeren, Blumen und Himbeer-Mark in Szene gesetzt. Ich traute mich erst davon zu probieren, als ich ein Foto davon gemacht hatte. Wirklich sehr kreativ und sehr gut im Geschmack. Viktoria hatte noch ein wenig Zeit mit mir ein sehr konstruktives und angenehmes Gespräch zu führen. Ich hatte abermals eine sehr gute Zeit im Tiroler Hof verbracht und die engagierte und motivierte Familie Fahringer erleben dürfen. Ich wünsche vor allem Viktoria Fahringer, dass sie noch lange diesen Ehrgeiz und Freude beim Kochen behält. Christa und Fritz Fahringer können zu Recht Stolz auf Viktoria sein. Ein würdiger Vertreter der Tiroler Wirtshauskultur, den ich nur wärmstens empfehlen kann, nun in zweiter Generation.
Gerne überreichte ich dem Hausherrn, Fritz Fahringer das Qualitätssiegel für das Jahr 2018 und wünschte weiterhin viel Erfolg und Gesundheit.

Donnerstag, 24.Mai 2018

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