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Besuchsbericht Wirtshaus am See // Pertisau am Achensee vom 15.05.2018

Heute ist leider ein verregneter Frühlingstag, der mich zum Wirtshaus am See begleitet. Die Familie Entner betreibt das Gasthaus nur im Sommer. Direkt am See gelegen, ist es hier wunderbar, wenn die Sonne scheint. Aber das hält mich nicht davon ab hier her zu fahren. Schon am Eingang präsentiert sich eine Tafel mit allerlei Gutem der Saison, wie Spargel, Fisch usw. Da es noch sehr früh am Abend ist, sitzen nur wenige Gäste in der Gaststube. Bei diesem Wetter war dies auch nicht anders zu erwarten. Bei schönem Wetter ist die Terrasse meistens belegt und man muss in die Gaststube wechseln.
Ein freundlicher kellner reicht mir die Speisenkarte und fragt nach meinem Getränkewunsch. Mir wird auch erklärt, dass am kommenden Freitag die Speisenkarte geändert wird. Augenscheinlich hat ein neuer Küchenchef das Zepter in die Hand genommen. Die Tageskarte trägt bereits die Handschrift vom „Neuen“. Heute entscheide ich mich für eine Bärlauchschaum-Suppe mit Pertisauer Bauern-Joghurt. Zum Hauptgang wähle ich ein geschmortes Rinder-Backerl auf Sellerie-Püree und Zwiebelmarmelade.

Nun habe ich Zeit, um mich etwas umzusehen. Die Kuchen-Vitrine ist mit sieben verschiedenen Mehlspeisen bestückt, allesamt hausgemacht. Die WC-Anlagen präsentieren sich sehr sauber, wie auch das Haus gesamtheitlich sehr aufgeräumt wirkt. Hier hat die Familie Entner ein besonderes Auge darauf. Doch nun darf ich mich meiner Suppe widmen. Diese wird in einer Löwenmaul-Tasse serviert. Optisch war sie nicht außergewöhnlich. Leider konnte ich den besagten Schaum nicht erblicken. Vom Bauern-Joghurt waren nur noch kleine Flocken zu sehen. Geschmacklich war aber die Suppe überzeugend. Das ist ja die Hauptsache. Gut abgeschmeckt und mit viel frischem Bärlauch versehen, mundete sie sehr gut. Wenn die Bindung etwas besser wäre, sprich sämig, könnte sich das Joghurt besser in Szene setzen und der Schaum hielte sich länger. In Summe jedoch eine gelungene Vorspeise.

Die geschmorte Rinderwange wurde in einem tiefen Teller serviert. Optisch sehr ansprechend, freute ich mich auf den ersten Bissen. Es war so, wie ich es mir gewünscht hatte. Das Backerl butterweich, mit einer kräftigen Sauce versehen die ausgezeichnet schmeckte. Das Sellerie-Püree wurde durch ein Sieb passiert und eine dunkle Zwiebel-Marmelade vervollständigten das Gericht. Hausgemachte Kartoffel-Chips (aus passierten Kartoffeln) rundeten die Optik ab. Das hat sehr gut geschmeckt und macht Lust auf mehr.
Auf der Tageskarte hatte ich ein Spargel-Creme-Brulee entdeckt. Das musste ich einfach probieren. Begleitet wurde es von marinierten Erdbeeren, die noch mit etwas Grand Marnier verfeinert wurden. Die Creme-Brulee war ein „Brüller“. Der Geschmack von weißem Spargel wurde dezent in Schach gehalten. Der Zuckeranteil war auch genau auf dem Punkt und die Konsistenz genau zwischen fest und cremig. Ein Minze-Zweig gab noch etwas Farbe auf dem Teller. Gratulation, das war doch mal ein außergewöhnliches Dessert.
Abschließend darf ich berichten, dass bis auf Kleinigkeiten die Qualität der Küche mit sehr gut zu bewerten ist. Auch das Service war freundlich und zuvorkommend. Ein toller Betrieb und würdiger Vertreter der Tiroler Wirtshauskultur. Gerne habe ich das Qualitätssiegel für das Jahr 2018 überreicht und wünsche der Familie Entner eine erfolgreiche Sommersaison. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Wirtshaus am See.


Dienstag, 15.Mai 2018

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