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Besuchsbericht Restaurant Forellenhof // Leutasch vom 17.07.2018

Von der kleinen Ortschaft Buchen kommend fuhr ich am frühen Abend im Schatten der majestätischen Hohen Munde entlang Richtung Norden. Sobald das Leutaschtal erreicht wurde, tauchte plötzlich die Sonne noch einmal im Westen auf und überflutete den weiten Talboden am Seefelder Plateau. Hier scheint die Zeit langsamer zu vergehen, von Stress und Hektik war einfach keine Spur.
Mein Ziel war heute der Forellenhof, und beim Eintritt in das Gasthaus spürte ich sofort die gleiche gemäßigte Stimmung wie draußen. Die aufmerksame Chefin begrüßte mich sofort mit einem zufriedenen Lächeln. Heute war ein ungewöhnlich ruhiger Tag, daher konnte ich frei einen Tisch wählen. Ich war kurz verblüfft, da mir etwas anders erschien, nur konnte ich es noch nicht erkennen. Es war aber nicht die Tischkultur, die wie in den vergangenen Jahren weiterhin sehr fein gepflegt wurde. Vor allem die Tischtücher und Servietten aus Leinen vermitteln einfach einen edlen Eindruck.
Schon kam die Chefin zu Tisch und überreichte die Speisekarte. Weiters erklärte sie die heutigen Spezialgerichte, und meine Gedanken blieben bei der hausgebeizten Lachsforelle hängen. Heute begleitete mich auch meine Tochter, die eine in Parmesan geröstete Forelle im Ganzen bestellte. Die Vorspeise kam alsbald zu Tisch und schmeckte herzhaft frisch, dazu gab es Brot um den ersten Appetit zu stillen. Als die Hauptspeisen serviert wurden, versuchte sich meine Tochter beim Filetieren und dokterte eine Zeit mit den Gräten herum. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sie den Fisch vollends genießen, lobte die Kombination mit der Parmesankruste und erkor Forelle zu ihrem Lieblingsfisch von nun an.
Ich ließ meine Forelle mit Eierschwammerln schon grätenfrei servieren. Wie immer war der Fisch perfekt gegart und der Geschmack auf den Fisch gelenkt und nicht auf irgendein Gewürz. Man kann mit der Forelle so viele Kreationen zaubern, kaum zu glauben. Meine gewählte Variation mit Eierschwammerln ist besonders gut, geht aber natürlich nur im Sommer mit frischen Pilzen. Hervorheben möchte ich noch die besonders gute Qualität der extra servierten Kartoffeln, welche von einem Bauern aus dem Oberland stammen.
Zum Abschluss bot uns die Chefin noch frische Erdbeeren mit Vanilleeis und Minzsirup an. Bei diesem Angebot dachten wir nicht zweimal nach und nickten freudig. Das Dessert erfrischte herrlich und war ein perfekt leichter Abschluss nach einer großen Hauptspeise.




Die Chefin, Christiane gesellte sich noch zu uns und das Geheimnis wurde gelüftet, was sich denn geändert hatte. Die Vorhänge waren mit neuen gelb-blau Farbtönen ausgerichtet und die Polsterungen wurden dazu passend ausgetauscht, damit wieder im Raumambiente neue Akzente gesetzt wurden. Es ist immer lobenswert wenn in verschiedenen Abständen kleine Neurungen erkennbar sind, die meisten sind ja für den Gast leider nicht sichtbar.

Christiane ist immer positiv und motiviert und ihre ehrliche Gastfreundschaft schätzen alle sehr. Der lange, sowie fast tägliche Einsatz macht einer Vollblut-Gastronomin nicht allzu viel aus. Die Zufriedenheit und die Freude am Beruf ist der Antrieb der Motivation. Ich überreichte ihr daher mit Freude und Stolz das Qualitätssiegel der Tiroler Wirtshauskultur für 2018.

Leutasch, am 17.7.2018

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